GEOCACHING - EINE EIGENE SCHATZJAGD


Wir haben im letzten Jahr in einem unserer Blogbeitrag davon berichtet, wie viel Spaß man beim Geocaching haben kann und wie die ideale Vorbereitung aussieht. Vielleicht hast Du ja in der Zwischenzeit schon den ein oder anderen Schatz gefunden und bist so manchen Kilometer gewandert. Wie wäre es also im nächsten Schritt sogar einen eigenen Schatz zu verstecken? Was Du vorher bedenken solltest und wie Du dafür sorgst, dass Dein Schatz nicht unbeabsichtigt gefunden wird, erfährst Du hier.


KREATIVPROZESS

Wenn Du schon einige Touren unternommen hast, weißt Du, dass die meisten Cachs nicht mehr nur aus einer simplen Plastikdose mit etwas Kleinkram darin bestehen. Besonders beliebte Cachs sind meist aus mehreren Stationen zusammengesetzt, wobei zu Anfang lediglich der Startpunkt klar definiert ist und der erfolgreiche Schatzsucher sich am Ende in den meisten Fällen in ein Logbuch eintragen kann. Zu manchen gibt es mittlerweile auch eine eigene Eventreihe, die saisonal angeboten wird und auf Monate, teilweise sogar Jahre schon ausgebucht sein kann. So aufwendig muss es für den ersten Schatz ja nicht direkt sein, aber gegen einen durchdachten Spannungsbogen ist nichts einzuwenden. Überlege Dir gut, wie weit der Suchende ungefähr wandern soll und wie viel Zeit er für die Erwanderung der Strecke benötigt.


Damit das Auge unterwegs auch etwas zu gucken hat, liegt es nahe möglichst Wege vorbei an Wäldern, Feldern und Gewässern zu wählen. Außerdem lassen sich für Zwischenstationen angedachte Rätsel dort besser verstecken als an öffentlichen Plätzen. Dort benötigt man in den meisten Fällen eine Genehmigung und Cachs auf einem Einkaufsgelände zu verstecken, entspricht einfach nicht den üblichen Richtlinien. Damit Dein Schatz nicht zufällig von vorbeikommenden Wanderern oder neugierigen Kindern gefunden werden kann, sollte das Versteck nicht zu offensichtlich sein. Worüber Du Dir ebenfalls Gedanken machen solltest, ist, ob Du Deinen Cach unter ein bestimmtes Motto, wie beispielsweise „der Froschkönig“, stellen möchtest. Idealerweise lässt es sich mittels eines kurzen prägnanten Satzes oder einem angelehnten Zitat beschreiben. Außer der Überlegung, für wen Du Dir die Strecke überlegst, schränkt Dich bei der Wahl des Themas nichts in Deiner Kreativität ein.


AUSGEKNOBELT

Der Fokus auf den später Suchenden ist, genau wie beim einem festgelegten Motto, entscheidend für das Austüfteln von möglichen Rätseln, die als Lösung die Koordinatender nächsten Station enthalten können. Für Kinder eignen sich beispielsweise Silbenrätsel. Hier werden bestimmte Silben, die in einem vorgegebenen Wort oder Satz enthalten sind, zusammen gezählt und können so den nächsten Standort in Form von Längen- und Breitengraden enthüllen. Bei Erwachsenen hingegen darf es schon mal etwas kniffliger sein. Von einfachen Rechenaufgaben mit Quersummen bis hin zu verschlüsselten Codes ist alles möglich. Wie wäre es zum Beispiel mit der Nutzung der Cäsar Verschlüsselung, bei der man das eine Alphabet gegen ein Zweites verschiebt? Prinzipiell kannst Du auch einen QR-Code einbauen, durch den der Suchende ein Rätsel aufrufen kann. Dieses kann dann auch aus Fragen rund um Dein festgelegtes Motto bestehen. Beispielsweise nach Namen, Orten oder charakteristischen Begebenheiten. Eine andere Möglichkeit ist mit dem Handy abrufbare Bilderrätsel, die man sowohl Kind-, als auch Erwachsenengerecht anlegen kann.


VERPACKT

Das Rätsel steht, die Verstecke sind gewählt? Dann fehlt nur noch die richtige Verpackung. Wenn der von Dir gewählte Ort nicht gerade ein Briefkasten ist, in dem das Rätsel oder der Schatz vor Regen geschützt ist, muss eine wetterbeständige Außenhülle her. Wechselnde Temperaturen, Feuchtigkeit oder sogar Nässe sollten berücksichtigt werden. Auch herbstlicher Laubfall oder Vereisungen können ebenfalls beeinträchtigende Faktoren sein, wenn Du vor hast Deinen Schatz zu vergraben oder in einer Mulde zu verstecken. Klassische Verpackungen, die diesen Bedingungen trotzen können, sind schadstofffreie Brotdosen aus Plastik oder Aluminiumdosen. Beide sollten im Idealfall mit einem Dichtungsring versehen sein. Generell sind wasserdichte Aufbewahrungsmittel, wie man sie bei Bootsfahrten verwendet, ebenfalls eine gute Option. Von Schlüsselanhängergröße bis zu mehreren Litern fassenden Beuteln ist alles mit dabei. Solltest Du bereits Kinder haben, die schon ein wenig größer sind, kannst Du auch deren altes Spielzeug verwenden. Optisch hat ein, in einem hohlen Baum verstecktes, Drachenei oder eine im Matroschka-Stil angelegte Variante auf jeden Fall mehr zu bieten als eine einfache Dose. Allerdings solltest Du natürlich darauf achten, dass nicht zu auffällige Farben verwendet werden, damit zufällige Funde vermieden werden. Je nach Wahl des Behältnisses kannst Du auch ein Zahlenschloss anbringen, dass nur mit Hilfe des an der vorherigen Station hinterlassenen Hinweises geknackt werden kann. Egal wie Du es am Ende anstellst und auf was für tolle Einfälle Du kommst, hab Spaß an der Sache! Wie würdest Du Deinen eigenen Geocach gestalten? Sportliche Grüße Deine Christine vom Team Megamarsch