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Erfahrungsbericht: Dannys Vorbereitung und Erfahrungen beim Megamarsch Nürnberg 2025 (50 km)

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Meine Vorbereitung auf den Megamarsch Nürnberg 2025


Vier bis sechs Wochen vor dem Megamarsch beginnt für mich die Vorbereitung auf "das Heimspiel" - so nenne ich diesen Megamarsch, da er quasi vor meiner Haustür stattfindet. Beginnend mit kleinen Strecken um ca. 8 km steigerte ich mich weiter bis ca. eine Woche vor dem Event. Eine Woche vorher nahm ich eine ähnliche Strecke mit ~30 km in Angriff. Ich griff auf Hirschtalg und Magnesiumtabletten zurück. Hirschtalg ist sehr gut, wenn man nicht scharf auf Blasen an den Füßen ist und dafür habe ich manchmal ein Talent. Die mittlerweile aufgebaute Kondition war da, der Muskelkater nach den 32 km allerdings auch. Ich entschied mich dann auch, die Woche zur Regeneration zu nutzen. 


Meine Erfahrung beim Megamarsch


Es ist morgens, 7:15 Uhr in Nürnberg am Startgelände. Ich erreiche das Gelände, es ist neblig und nieselt vor sich hin. Für den einen sind es nicht die besten Voraussetzungen, für mich heißt das: "Challenge accepted!".

Der Kampfgeist war geweckt und die Laune auf diese Challenge konnte auch das Wetter nicht trüben. Kurze Dehnübungen im Startkanal und dann ging es auch schon los.


Um 7:40 Uhr ging es dann mit der letzten 7:30 Uhr- Startgruppe auf die Strecke. Der Nieselregen ließ nach den ersten fünf Kilometern nach. Die Strecke ist schon aus vorherigen Megamärschen in Nürnberg bekannt, allerdings ging es dieses Mal in die entgegengesetzte Richtung. Sehr tolle Idee! Neue Perspektiven und anderen Ansichten erwarteten mich und keinesfalls langweilig! Dazu kam das perfekte Herbstwetter im etwas tristen Dauergrau, aber das machte es dann doch irgendwie perfekt.


Die Zeit verging wie im Fluge, die VPS1 war auch schnell erreicht. Kurze Stärkung und weiter ging es. Meine körperliche Fitness war top, ich zog also durch, behielt mein Tempo dann aber bei. Herbstliche Impressionen am alten Kanal sowie im Lorenzer Reichswald - atemberaubend schön, sodass man fast alles um sich herum vergessen hat.


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Die VPS2 - immer sehr abwechslungsreich wie alle VPS - ließ mich dort etwas länger verweilen. Warum ich mich dort länger aufgehalten habe, weiß ich nicht. Anscheinend waren es die Heißgetränke, die mich innerlich - trotz Dauerbewegung - aufwärmten. 


Die Kilometer verflogen und nach der VPS3 merkte ich, dass an den Innenseiten meiner Oberschenkel anscheinend die Haut aufgerieben ist. Ich nahm das allerdings erst einmal nicht weiter wahr und zog weiter durch. Mit Erreichen der VPS4 setzte die Dämmerung ein. Die letzte Stärkung in Form einer doch sehr abenteuerlichen Mischung von Kartoffelsalat und einem Tee sollte noch drin sein.


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Auch eine Salzstange verflog sich noch in meine Richtung.  Ab Kilometer 43 wurde es jedoch anstrengender. Meine Fitness selbst war zwar noch top, aber gefühlt zogen sich die Kilometer wie Kaugummi. Mental setzte auch die Dunkelheit ein wenig zu. Auch die aufgeriebene Haut "meldete" sich wieder und erst jetzt merkte ich, welch fatalen Fehler ich da eigentlich begangen habe. Was nun? Aufgeben? Notfallrufnummer rauskramen? Alles war keine Option!


Ich drosselte mein Tempo etwas, zog aber weiter durch. Die zwischendrin erreichten "Power Ups" an den Wegesrändern beflügelten mich auch dazu, durchzuziehen. Eine Mischung aus Adrenalin und Ehrgeiz beflügelte mich obendrein. Ich erreichte nach 9:45h das Ziel. Glücklich, es geschafft zu haben, aber auch dankbar für die Erfahrungen, die ich machen durfte. Die Medaille und die Urkunde sind tolle Erinnerungen an eine Challenge, über die man innerlich in gewissen Momenten flucht, aber dennoch stolz auf seine Leistung ist. Es ist dann auch egal, ob man es geschafft hat oder seine Grenzen vor der Ziellinie ausgetestet hat.


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Wie bin ich auf die Idee gekommen?


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Ich bin schon öfters Strecken gewandert, nicht in dem Ausmaß und auch nichtsahnend, dass es solche Challenges gibt. Der klassische Fall einer Werbeanzeige in Social Media machte mich dann neugierig. Megamarsch? Was ist das? 50 Kilometer in Nürnberg? Puh, klingt herausfordernd, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Vorher kannte ich keine solche Challenge, also warum nicht mal probieren? Also meldete ich mich 2019 zu meinem ersten Megamarsch in Nürnberg an - ohne zu wissen, was mich da eigentlich erwartet. Lediglich die Frage, wie verrückt ich bin, konnte mich mit einem "Ja" beantworten. 6 Jahre später habe ich einige Megamärsche in verschiedenen Regionen hinter mich gebracht und ein gewisses "Suchtpotenzial" entwickelt.


Zukunftspläne


Werde ich wieder so verrückt sein? Definitiv ja.

Warum? Man geht an seine Grenzen und darüber hinaus, hat Spaß und überwindet seinen inneren Schweinehund.

Der Spirit auf jedem Event ist immer wieder einzigartig und spornt zu Höchstleistungen an, von denen ich nie ahnte, dass ich sie - selbst bei den Nachtmärschen im Ruhrgebiet, Berlin und Hamburg - so erbringen könnte.


Der nächste Megamarsch im Jahr 2026 wird geplant. An welchem werde ich teilnehmen und wie viele werden es? Das bleibt offen :)



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