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Wandern durch einen Erlebnispfad

Manchmal fällt es mir schwer, mich aufzurappeln und wandern zu gehen. Immer dann suche ich mir Erlebnispfade in der Umgebung aus. Hast Du schon mal von Erlebnispfaden gehört?


Erlebnispfade bieten uns eine ganz besondere Möglichkeit, uns mit unserer Umgebung auseinanderzusetzen. Sie ermöglichen uns, auf eine spaßige Art und Weise etwas Neues zu lernen. Vor allem für unsere jungen Wanderer ist das genau das richtige, um eine lange Strecke im Nu vergehen zu lassen. Im folgenden Beitrag erkläre ich Euch, was Erlebnispfade sind und wo Ihr diese finden könnt.

Definition

Bei einem Erlebnispfad handelt es sich um eine Ansammlung mehrerer Stationen in der Landschaft, welche einen Bezug auf die Umgebung aufweisen. Erlebnispfade liefern Informationen und sollen für die Wahrnehmung der Umgebung sensibilisieren. Der Weg sollte einem roten Faden folgen und die Stationen sollten aufeinander aufbauen.


Die Entstehung

Der erste Naturlehrpfad entstand 1925 im Palisades Interstate Park in den USA. Die Idee stammte von einem Museumsdirektor, der den Menschen die Natur näher bringen wollte. Auf den 1,5 km langen Weg konnten die Menschen zuerst Erklärtafeln entdecken und zum Schluss wurde das Wissen überprüft. Bei den Informationen handelte es sich um Informationen über die Naturobjekte und die Umgebung. Dies sollte dazu führen, dass sich die Menschen aktiv mit der Umwelt auseinandersetzen und ihr Interesse geweckt wird.


Man geht davon aus, dass im Jahre 1930 der erste Lehrpfad in Deutschland gegründet wurde. Die große Verbreitung von Lehrpfaden fand nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Es entstand ein sogenannter Boom und es entstanden viele Naturpfade,

um vor allem Touristen anzulocken. Leider war die Instandhaltung dieser Pfade meist zweitrangig, so kann man noch heute morsche Holz-Pfade und kaum lesbare Informationstafeln entdecken. Diese Entwicklung regte zum Nachdenken an und sorgte für die Entstehung der Erlebnispfade.


Vom Lehrpfad zum Erlebnispfad

Der Besucher spielte bei den Lehrpfaden eine untergeordnete Rolle. Dies sollte sich jedoch mit der Entwicklung der Erlebnispfade ändern. Erlebnispfade sorgen dafür, dass nicht nur das notwendige Wissen gelernt wird, sondern auch der Umgang mit der Natur gefördert wird. Aus "Learning by Reading" wurde "Learning by Doing". Die Natur soll auf dem Erlebnispfad mit allen Sinnen wahrgenommen werden.



Die drei schönsten Pfade Deutschlands


Baumkronenpfad Hainich

Dieser Weg ist genau das Richtige, wenn man sich seiner Höhenangst stellen möchte. Denn der Pfad befindet sich in 24 m Höhe und ist somit der höchste Baumkronenpfad Deutschlands. Es gibt auch eine Aussichtsplattform auf 44 m Höhe. Von dort aus kannst Du das Thüringer Becken überblicken. Der alte, urwüchsige Laubwald bietet wirklich eine einmalige Kulisse, die man entweder auf eigene Faust erkunden sollte oder mit einem Ranger zusammen.


Saurier-Erlebnispfad Georgenthal

Vor 290 Millionen Jahren lebten dort verschiedene Dinosaurier. Es wurden bereits 50 Skelette gefunden, welche dazu anregten, 20 lebensgroße Saurier-Figuren aufzustellen. Die Figuren kannst Du auf einem 4,5 km langen Weg entdecken und sogar anfassen, ist erlaubt. Das lässt das Herz von kleinen und großen Dinosaurier- Fans schneller schlagen.


Barfußpfad in Beeiltz-Heilstätten

Die Natur mit allen Sinnen zu erleben, wird hier in Beeilt-Heilstätten großgeschrieben. Mit 60 verschiedenen Stationen und unglaublichen 15 Hektar, bietet dieser Ort genügend Platz für Groß und Klein. Hier gibt es nicht nur Riech- und Tastkästen, sondern auch ein Kugellabyrinth, eine Balanciertreppe und Vieles mehr. Die ganzen Stationen sind auf drei Pfade verteilt.


Und wann probierst Du den nächsten Erlebnispfad aus?


Sportliche Grüße

Judith von Deinem Team Megamarsch

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