DIE 10 SCHÖNSTEN WANDERSTRECKEN UM MÜNCHEN


Training vor einem Megamarsch ist sehr empfehlenswert. Es bereitet Deinen Körper auf die Anstrengung vor und lässt Dich länger durchhalten. Es gibt natürlich Ausnahmen, die auch untrainiert einen Megamarsch bezwingen, jedoch geben wir Dir den Tipp, vorher eine Trainingsstrecke zu wandern. Viele von Euch haben sich Vorschläge zu Trainingsstrecken gewünscht. Da bald der Megamarsch München 100/24 ansteht, stellen wir Dir in diesem Beitrag die schönsten Wanderwege in und um München vor. Wir beschreiben Dir drei leichte und kurze Wanderungen, drei mittelschwere Wanderwege und vier anspruchsvolle, sehr lange Strecken. Ob Du diese Etappenweise oder am Stück wanderst, ist natürlich Dir überlassen.


Leichte Wanderungen:


1. Sehenswürdigkeiten-Wanderung


Falls Du gleichzeitig München erkunden möchtest, aber trotzdem gerne etwas für Deinen Körper tun möchtest, empfehlen wir Dir eine Wanderung durch die Stadt zu unternehmen. Start ist dabei das Deutsche Museum, dem Du gleich einen Besuch abstatten kannst. Gehst du am östlichen Tor hinaus, kommst Du zur Corneliusbrücke. Von dort erreichst Du das neue „alte Ufer“ der Isar. Das Ufer wurde vor ein paar Jahren abgeflacht, sodass Du dort bequem entlanglaufen kannst. Nach wenigen Kilometern erreichst Du die Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke. Außerdem wirst Du an der Weideninsel vorbeikommen. Im Sommer ist dies ein schöner Platz zum Sonnen, Schwimmen und zum Feiern. Es folgen die Brudermühlbrücke sowie mehrere Biergärten, falls Du eine Pause brauchst oder einfach das Wetter genießen möchtest. Auf der anderen Flussseite erreichst Du den Flauchersteg und kurz danach den Tierpark. Natürlich kannst Du Deine Route durch München auch an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei legen und musst nicht die ganze Zeit in Isar-Nähe bleiben. Damit möchten wir Dir nur zeigen, dass Du Sightseeing und Wandern sehr gut verbinden kannst.


2. Eibsee-Wanderung

Eine weitere leichte Wanderung beinhaltet den Rundweg um den Eibsee in Garmisch. Der See ist kristallklar und naturbelassen, weswegen er auch sehr beliebt für Spaziergänger ist. Der Weg ist gut ausgebaut und etwa sieben Kilometer lang. Insgesamt brauchst du dafür ungefähr zwei Stunden. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr gering, da der Weg nur 50 Höhenmeter beinhaltet. Im Winter kannst Du dort auch Schlittenfahren. Während des Rundganges hast Du ebenfalls einen wunderschönen Ausblick auf die acht Inseln im Eibsee. Es sind zwar keine bekannten Sehenswürdigkeiten auf dem Weg vorhanden, allerdings bietet Dir der Weg sehr viel Ruhe, frische Luft und schöne Aussichten. Perfekt für einen kurzen Wanderausflug.


3. Krepelschroffen

Der Krepelschroffen ist ein sehr bekannter Aussichtspunkt in der Alpenwelt Karwendel. Er befindet sich oberhalb von Wallgau und ist 1.160 Meter hoch. Du kannst von dort auf das ganze obere Isartal schauen. Vom „Haus des Gastes“ ist der Krepelschroffen leicht zu erreichen. Als erstes musst Du über die Sonnleiten zum Start des Magdalena-Neuner-Panoramaweges gehen. Dieser Wanderweg ist ebenfalls für Kinder und Familien sehr gut geeignet. Wenn Du zu den Krepelschroffen möchtest, wanderst Du über einen steilen Serpentinenweg hinauf. Dieser ist etwas anstrengender, weswegen Du fit genug für einen kleinen Anstieg sein solltest. Oben angekommen, wirst Du mit einem 360°-Panoramablick belohnt. Von hier aus kannst Du den Walchensee, das Soierngebirge, Karwendel, Wetterstein sowie das Estergebirge sehen. Der Gipfel ist ganzjährig begehbar und eignet sich prima für ein Einsteigertraining für eine Wanderung. Der Weg selbst endet in Wallgau.

Mittlere Wanderungen:

4. Höllentalklamm

Das Höllental befindet sich im Zugspitz-Massiv des Wettersteingebirges. Der Wanderweg zur Klamm ist nur in schneefreien Monaten offen, da es auf beiden Seiten Lawinengebiete gibt und schon 70 Meter hohe Schneemassen gemessen wurden. So kann es passieren, dass der Weg manchmal nur von Mai bis Oktober begehbar ist. Dann kannst Du in jedoch 24 Stunden am Tag bewandern. Es gibt mehrere Wege zur Klamm, von denen der Klammweg der bequemste und schnellste ist. Dieser führt durch den Wald, entlang des Hammersbachs bis zur Höllentaleingangshütte, die auf einer Höhe von 1.045 Meter liegt. Der Weg ist etwa 2,8 Kilometer lang, auf denen Du 300 Höhenmeter bewältigst. Dafür solltest Du 60 bis 90 Minuteneinplanen. Auf der besagten Hütte gibt es Essen, Trinken und sogar ein Museum. Über künstlich angelegte Wege kannst Du etwa einen Kilometer durch die Klamm laufen, bis Du auf einer Höhe von 1.165 Metern angekommen bist. Du kannst den ursprünglichen Wanderweg noch 1,2 Kilometer weiter wandern und kommst in breites hochalpines Tal. Dort befindet sich die Höllentalangerhütte, wo es Verpflegung und eine Übernachtungsmöglichkeit gibt. Ab dort hast Du ebenfalls die Möglichkeit zu weiteren Wanderungen aufzubrechen. Beispiele sind der Aufstieg zum Osterfelderkopf oder eine Zugspitzenbegehung über den Höllentalferner.

5. Schafreuter- Wanderung

Der Schafreuter ist ein Berg im Vorkarwendel, welches ein weitläufiges Vorgebirge des Karwendels ist. Dieses ist eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen. Er ist 2.100 Meter hoch und sticht daher sehr hervor. Auf dem Gipfel hast Du zu allen Seiten sehr schöne Aussichten und kannst den Starnberger See sowie den Walchensee bestaunen. Beim Auf- und Abstieg siehst Du sogar das Wettersteingebirge inklusive Zugspitze. Die Forststraße, die Du beim Aufstieg entlangläufst, ist ebenfalls für Mountainbikes geeignet. Danach wird der Weg deutlich steiler. Am Ende musst Du lediglich dem Pfad folgen, der Dich Richtung Gipfel führt. Insgesamt dauert die Tour etwa fünf Stunden und ist gut ausgeschildert. Auch wenn diese einfache Tour nicht zu unterschätzen ist, kann sie noch verlängert werden. Wenn Du beim Abstieg vor der Tölzer Hütte abbiegst, hast Du die Möglichkeit das Delpsjoch zu besichtigen. Es handelt sich hierbei um einen 1.945 Meter hohen Berg, welcher Deine Wanderung um weitere 45 Minuten verlängert. Der Ausblick wird die zusätzliche Anstrengung allerdings wert sein.


6. Der Schildenstein

Die Wanderung zum Schildenstein und zurück dauert insgesamt fünf Stunden und ist etwa 14 Kilometer lang. Der Weg beginnt und endet in Wildbad Kreuth. Unterwegs kommst Du an der Siebenhüttenalm vorbei. Bis dorthin ist der Weg sehr leicht, wird aber danach anspruchsvoller. Des Weiteren wanderst Du durch die Wolfsschlucht, die Du bei Schneefall auf jeden Fall meiden solltest. Bis Du beim Schildenstein angelangst, kommst Du an mehreren felsigen und steilen Stellen vorbei. Beim gemütlichen Abstieg wanderst Du über die Geißalm. Insgesamt ist der Weg sehr abwechslungsreich. Unterwegs gehst Du an Bächen entlang, überquerst Brücken, wanderst durch Wälder und hast verschiedene Weguntergründe.