WANDERN AUF VERSCHIEDENEN TERRAINS


Es gibt unzählige Wege auf der Welt, auf denen man beim Wandern gehen kann. Doch nicht jeder Weg ist gleich. Welche Wege eignen sich besser oder schlechter zum Wandern? Welche Untergründe gibt es überhaupt? Was ist bei den verschiedenen Bodenbeschaffenheiten zu beachten? In diesem Beitrag werde ich Euch die verschiedenen Terrains, auf denen man wandern kann, mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen. Welchen Untergrund man zum Wandern am liebsten mag, ist natürlich bei jedem Menschen anders und jeder hat diesbezüglich seine eigenen Vorlieben.



SAND

Der erste mögliche Untergrund, den ich Euch vorstellen möchte, ist Sand. Spaziergänge am Strand sind für die meisten Menschen besonders idyllisch, doch ist der lose Sand als Untergrund auch für längere Wanderungen geeignet?

Beim Wandern im Sand merkt man schnell, dass man bei jedem Schritt einsinkt und beim Hochheben des Fußes erstmal viel Sand mit nach oben zieht. Das ist extrem kraftraubend und kann längere Wanderungen weniger schön machen. Außerdem wird häufig beim Laufen Sand hochgeschleudert, der dann in den Schuhen landet und Ursache für Blasen an den Füßen und ein Scheuern in den Schuhen sein kann. Hier stellt sich schnell die Frage nach dem richtigen Schuhwerk.

Am Strand bietet es sich an, barfuß zu laufen. Das ist zum einen angenehm an den Füßen und verhindert zum Anderen das Scheuern von Sand in den Schuhen. Möchtet Ihr allerdings eine längere Strecke wandern, solltet Ihr bedenken, dass langes Barfußlaufen auch sehr unangenehm werden kann, wenn man es nicht gewohnt ist. Außerdem solltet Ihr dabei besonders aufpassen, denn wenn Scherben oder andere scharfkantige Gegenstände auf dem Boden liegen, könnt Ihr Euch verletzen. Allgemein gilt, wenn Ihr Schmerzen habt, solltet Ihr auf Euren Körper hören und die Tour beenden.

Das Wandern im Sand hat aber auch Vorteile, denn da der Sand so weich ist, werden die Schritte gut abgefangen und gerade wenn man Probleme mit den Gelenken wie beispielsweise dem Knie hat, kann das Wandern im Sand helfen, sich zu bewegen ohne dem Körper zu schaden. Aber auch hier solltet Ihr Eure Wanderung beenden, wenn Ihr Schmerzen verspürt, die vorher nicht da waren.

Wenn Ihr Euch dazu entscheidet, im Sand wandern zu gehen, solltet Ihr aber auf jeden Fall einen Sonnenschutz verwenden (vor allem im Sommer), denn auf großen Sandflächen ist häufig nur wenig Schatten durch Bäume oder ähnliches zu finden. Tragt also eine Kopfbedeckung und Sonnencreme, um Euch zu schützen.



SCHNEE

Als zweites möchte ich Euch die Besonderheiten beim Wandern im Schnee näher bringen. Natürlich rede ich hier nicht davon, dass Ihr bei einer 50 cm dicken Schneedecke wandern gehen sollt, doch auch bei einer kleinen Schneedecke können schon einige ungewohnte Besonderheiten auftreten.

Der Schnee ist ein weicher Untergrund, jedoch nicht so weich wie der Sand. Das bedeutet, dass man auch hier bei jedem Schritt einsinkt, was viel Energie kostet. Allerdings ist Schnee auch ein eher gelenkschonender Bodenbelag, den man auch mit empfindlichen Knien usw. bewandern kann.

Natürlich bringt das Wandern im Schnee auch Nässe und Kälte mit sich. Das muss auch bei der Kleiderwahl beachtet werden. Ihr solltet auf diesem Terrain wasserfeste bzw. wasserabweisende Schuhe, Hosen und Jacken anziehen, um zu vermeiden, dass Ihr völlig durchnässt. Weiterhin empfiehlt sich lange Thermounterwäsche und der weitverbreitete Zwiebel-Look, bei dem viele Schichten Kleidung übereinander angezogen werden, um der Kälte zu trotzen. Außerdem solltet Ihr dickere Socken als üblich anziehen, jedoch nicht zu dicke, da Ihr sonst zu viel Reibung oder zu wenig Platz im Schuh haben könntet. Die richtigen Socken sind hier entscheidend. Wichtig ist aber auch, dass Ihr Euch nicht zu warm anzieht, da Ihr Euch beim Wandern ja bewegt und sonst unnötig viel schwitzt, was bei der Kälte schnell zu Erkältungen führen kann.

Die Nässe und Kälte beim Wandern im Schnee fordern erhebliche Aufmerksamkeit während des Laufens. Häufig befinden sich unter der Schneedecke vereiste Stellen, die schlecht zu erkennen sind. Ein Schuhwerk mit großem Profil ist hier empfehlenswert, um die Rutschgefahr zu minimieren. Außerdem solltet Ihr immer die Augen nach gefährlichen und besonders rutschigen Stellen offen halten.

Was viele beim Aufenthalt im Schnee, auch beim Skifahren beispielsweise, vergessen, ist dass man durch den sehr hellen Schnee nicht nur stark geblendet werden kann, sondern auch einen Sonnenbrand bekommen kann. Benutzt also auch hier Sonnencreme, wenn Ihr Euch nicht in schattigem Gebiet aufhaltet. Beachtet auch, dass Schnee, der auf Bäumen oder Bergen liegt zwar wunderschön aussieht, aber auch herunterfallen kann und in Form von beispielsweise Lawinen zur Gefahr werden kann.



STRASSE/ASPHALT/STEINBODEN

Solltet Ihr in Eurer Heimat nicht täglich die Möglichkeit haben, im Schnee oder im Sand zu wandern, ist das nicht schlimm, denn fast überall gibt es gepflasterte oder asphaltierte Strecken, auf denen man wandern kann.

Schön ist hierbei, dass es meistens eine gute Beschilderung gibt, was es einfacher macht, sich zu orientieren. Außerdem werden asphaltierte oder gepflasterte Strecken häufig von der Stadt oder auch Privatpersonen gepflegt, sodass auf diesen Strecken auch in einem Waldstück nur eine geringe Gefahr z.B. durch herabfallende Äste oder vereiste Stellen besteht.

Ihr solltet aber darauf achten, dass Ihr wenn möglich Fußgängerwege benutzt und nicht auf der Straße lauft. Außerdem solltet Ihr Reflektoren an Eurem Körper haben, damit Ihr von Radfahrern oder Autofahrern im Dunkeln frühzeitig erkannt werdet und Euch nicht in Gefahr begebt.

Allerdings stellt der harte Untergrund eine starke Beanspruchung für die Füße und Gelenke dar, da die Schritte vom Boden nicht abgefedert werden. Außerdem sind solche Wege häufig in der Nähe von Straßen zu finden und besitzen deshalb eine geringere naturnahe Idylle.



SCHOTTER ODER FELSIGER UNTERGRUND

Ein weiteres mögliches Terrain sind Schotterwege oder felsige Wanderwege. Im Flachland findet man häufig Schotterwege, zum Beispiel auf Feldern oder im Wald. Im Gebirge trifft man hingegen meist auf felsige Bergwege. Häufig bildet der Schotterweg die naturnahe Alternative zum asphaltierten Feldweg und bringt somit meist eine mittelmäßige Idylle mit sich. Das Wandern auf diesen Wegen kann durchaus schön sein, das ist aber natürlich stark von der Umgebung abhängig.

Schotter und Stein ist ein eher harter Untergrund, der eine relativ hohe Beanspruchung der Gelenke verursacht. Gleichzeitig ist es aber kein befestigter Boden, sondern durch die kleinen oder auch etwas größeren losen Steine hat man einen eher schlechten Halt. Das merkt man besonders bei starker Steigung oder starkem Gefälle, denn dort besteht akute Rutschgefahr. Hier sollte man also auf jeden Fall vorsichtig sein, wo man hintritt und lieber etwas langsamer laufen.

Im Gebirge sollte man zusätzlich aufpassen, da Gesteinsbrocken auch von oben herunterfallen oder -rollen können und Lawinengefahr besteht. Es empfiehlt sich in diesem Terrain Schuhe mit grobem Profil für besseren Halt zu tragen.



WALDBODEN

Der letzte mögliche Untergrund ist der Waldboden. Wenn man keine Berge, Sandstrände oder stärkere Schneefälle vor der Tür hat, ist der Wald meist der idyllischste Ort, der erreichbar ist. Was gibt es schöneres, als die Sonne durch die Baumkronen strahlen zu sehen, ohne direkt geblendet zu werden und beim Wandern die musikalische Untermalung der Vögel zu genießen?