Trimm-Dich-Pfade

Getreu dem Motto „Nach dem Marsch ist vor dem Marsch“ als abgewandelte Version von Sepp Herbergers Fußballweisheit, geht es auch heute wieder um die Vorbereitung auf Deinen Megamarsch. Dieses Mal in Bezug auf Trimm-Dich-Pfade. Deshalb erklären wir Dir, woher Trimm-Dich-Pfade eigentlich kommen, wie Du sie in Dein Training einbauen kannst und welche Vorteile die Trimm-Dich-Pfade für Dich bieten.   

 

Trimm-Dich-Pfade sind Rundkurse, bei denen in regelmäßigen Abständen verschiedene sportliche Übungen absolviert werden können. Hierfür stehen unterschiedliche Geräte wie Turnstangen oder Balancierbalken zur Verfügung. Auch in den deutschen Nachbarländern, Schweiz und Österreich, gibt es Trimm-Dich-Pfade. Der österreichische Begriff lautet Forstmeile, während sie in ihrem Heimatland der Schweiz Vitaparcours genannt werden. Hinweisschilder entlang der Strecken erklären die Übungen für Dich.

 

Entstanden ist der Boom in den 1970er Jahren, nachdem Ärzte und Mediziner vor gesundheitlichen Problemen wie Diabetes und Übergewicht warnten. Obwohl der erste Trimm-Dich-Pfad schon 1962 in Münster installiert wurde, entstand die Trimm-Dich-Bewegung erst einige Jahre später. Angefacht durch die Ausrichtung der Olympischen Spiele in München 1972 und implementiert als eine der größten Gesundheitsmaßnahmen in der deutschen Geschichte, wurden schon bald in ganz Westdeutschland Trimm-Dich-Pfade errichtet. Ihre Popularität erreichten sie zusammen mit dem Werbemännchen „Trimmy“ in den 1980er Jahren, ehe sie dann im folgenden Jahrzehnt in Vergessenheit gerieten und verkümmerten. 


Doch wären sie damit komplett in Vergessenheit geraten, gäbe es auch diesen Artikel nicht. Die Trimm-Dich-Pfade feierten in den vergangenen Jahren ihr Comeback! Besonders die Schließung der Fitnessstudios während der Corona-Anfangsphase zeigte, dass das Interesse am Sport an der frischen Luft keineswegs verschwunden ist. Viele Städte und Kommunen bauen aktuell neue Trimm-Dich-Pfade oder lassen die alten Pfade wieder neu aufbereiten. Abgesehen vom Spaß, der durchs Ausprobieren und Benutzen der Pfade entsteht, gibt es durchaus noch weitere Vorteile für Dich als Megamarscher: 

 

  1. Wie schon beim Wandern bist Du auch bei Trimm-Dich-Pfaden an der frischen Luft. Diese wirkt belebend beim Sport und garantiert einen höheren Sauerstoffgehalt. Besonders beim Sport hast Du einen gesteigerten Sauerstoffbedarf, der so einfach gedeckt wird. Dazu ist Dein Körper äußerlichen Reizen wie Kälte ausgesetzt und Du stärkst Dein Immunsystem, wodurch Du seltener krank wirst. Letztlich wird durch die UV-Strahlen der Sonne vermehrt Vitamin D gebildet, was u. a. für die Knochenbildung wichtig ist und mehr Serotonin produziert, wodurch Du wacher und besser gelaunt bist. 
  2. Langfristiges, eintöniges Training kann die Motivation auf ein Event echt mindern. Durch den Trimm-Dich-Pfad kannst Du Variation in Dein Training bekommen - gerade aus mentaler Sicht wichtig für die Vorbereitung.
  3. Trimm-Dich-Pfade trainieren Ausdauer, Koordination, Kraft und Beweglichkeit und bieten somit ein echtes Allround-Training. Dazu werden durch die verschiedenen Übungen unterschiedlichste Muskelgruppen beansprucht, wodurch es ein sinnvolles Ganzkörpertraining für Dich darstellt. Wie auch bei Läufern ist es für Wanderer wichtig, stabil im Rumpfbereich zu sein. Durch das Krafttraining kannst Du genau diesen Bereich problemlos ansprechen und für die notwendige Stabilität sorgen. 
  4. Dein letzter Vorteil von Trimm-Dich-Pfaden ist, dass sie kostenlos sind und häufig keinen Öffnungszeiten unterliegen. Triff Dich im Sommer abends mit Freunden und trainiert zusammen. Dabei steigert Ihr auch das Teamgefühl. Aktuell solltet Ihr dabei natürlich alle Regelungen auf Grund von Corona beachten und einhalten. 

Eine Variante zum Trimm-Dich-Pfad sind moderne Sportparks und Calisthenics-Parks. Während die Sportparks vorwiegend für Ungeübte und Anfänger geeignet sind, kommen Fortgeschrittene in Calisthenics-Parks voll auf ihre Kosten. Bei dem aus New York stammenden Outdoor-Sport wird nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Ziel ist es, die intermuskuläre Koordination zu fördern, also das Zusammenspiel mehrerer Muskeln gleichzeitig. Typische Sportgeräte für Calisthenics sind Reckstangen, auch Klimmzugstange genannt, oder Sprossenwände. Im Vergleich zu anderen Ländern konnte Calisthenics in Deutschland noch keine große Bekanntheit erlangen, die Szene ist aber auf dem Vormarsch. Unter https://calisthenics-parks.com/de kannst Du Calisthenics-Parks in Deiner Nähe finden und ausprobieren. 

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