Geheimtipps für Wanderwege in NRW

Abseits der bekannten Wege könnt Ihr auch Neues entdecken: Das geht mit unseren Geheimtipps zum Wandern. Unter den vielen Wanderwegen Nordrhein-Westfalens gibt es einige noch relativ unbekannte Strecken. Wir stellen sie Dir vor!

 

Spätestens nach dem Winter und besonders zu wärmeren Temperaturen lohnt es sich, die Wanderschuhe rauszusuchen und NRW zu erkunden. Über 50.000 gut gepflegte Wanderwege stehen in dem Bundesland zur Verfügung und warten darauf, von Euch erkundet zu werden. Jedes Jahr wird die Vielfalt der Wanderwege ein kleines bisschen erweitert. Abseits von Eifelsteig und Rheinsteig findest Du in diesem Blogbeitrag spannende Geheimtipps für Wanderungen in Deinem NRW.

 

Ein ganz besonderes Erlebnis ist Yoga-Wandern. In Deinem NRW gibt es dazu zahlreiche Angebote wie etwa die drei Yoga-Wanderwege in Bad Meinberg im Teutoburger Wald. An Orten mit besonderen Fernblicken finden Wanderer Schautafeln, auf denen einfache Yoga-Übungen abgebildet sind. Aber auch ohne Yoga-Pausen sind die Wege schön, denn sie führen vorbei am barocken Kurpark und durch das Moorgebiet, in dem das heilkräftige Bad Meinberger Schwefelmoor gewonnen wird. Wer nach der Yoga-Wanderung auf den Geschmack gekommen ist, findet in Bad Meinberg übrigens auch das Haus Yoga Vidya, das größte Seminar- und Ausbildungszentrum seiner Art außerhalb Indiens, mit einer europaweit einzigartigen Angebotspalette.

Die sogenannte Vitalwelt ist für gesundheitsbewusste Menschen auch sehr empfehlenswert. Physiotherapeuten oder speziell ausgebildete Wanderführer begleiten Euch hier und zeigen Euch an speziellen Erlebnispunkten Bewegungs- und Entspannungsübungen. 

 

Entspannend sind aber nicht nur die Yoga-Touren: In Deinem NRW kannst Du auch mit Eseln, Alpakas oder Lamas wandern gehen. Die Lama-Touren wurden sogar als eines der besten Angebote für Gesundheitstouristen in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.


 

Eine besonders außergewöhnliche Wanderung in NRW ist die Kupferroute. Metallgewinnung und -verarbeitung gehörte in Stolberg bei Aachen lange zum traditionellen Handwerk. Die 16 Kilometer lange Kupferroute führt mitten hinein in vergangene Zeiten. Sie ist eher eine leichte Wanderung und aufgrund dessen besonders gut für Anfänger geeignet. Der Start der Route liegt am Fuße der mittelalterlichen Burg in der historischen Altstadt von Stolberg. Dort liegt mit dem Kupferhof „Rose“ bereits das erste Relikt aus der Hochzeit der Messingproduktion. Um 1600 hatte eine Kupfermeisterfamilie die Kupferhof-Anlage errichtet. Heute dient sie als Kunsthandwerkshof. Weiter geht es auf der Route durch verschlungene Waldpfade und weite Wiesenlandschaften, in denen sich immer wieder ein Blick zurück auf das Panorama der Stolberger Altstadt mit ihrer Burg lohnt. Der Weg führt vorbei an mehreren früheren Erzgruben, die zum Teil schon von den Römern genutzt wurden.

 

Dem schwermetallhaltigen Boden hat die Region auch einen ganz besonderen Anblick zu verdanken: Von Mai bis August blühen goldgelbe Galmeiveilchen, die nur in den dortigen Erzfeldern zu finden sind. Des Weiteren ist diese Wanderroute für Wanderer, die auf die Flora und Fauna wert legen, sehr interessant. Denn der Weg ist nahezu naturbelassen und es wachsen viele verschiedene Orchideenarten, welche teilweise selten sind.

 

Für Kunstbegeisterte Wanderer sind die Skulpturenpfade Neanderland sehr zu empfehlen. Im Kreis Mettmann könnt Ihr hier verschiedene Kunstrouten erkunden. Von Neandertaler-Silhouetten bis zu tierischen Mutanten – im Neanderland gibt es viele Kunstwerke im öffentlichen Raum. Mehrere kleinere und größere Spaziergänge und Wanderrouten im Kreis Mettmann laden dazu ein, sie zu entdecken.

 


Im weltberühmten Neandertal etwa können sich Spaziergänger auf „Menschen-Spuren“-Suche begeben. Der 1,2 Kilometer lange Rundweg führt vorbei an den Arbeiten von elf Künstlern, die sich alle mit dem Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur auseinandergesetzt haben. Um Hintergründe zu erfahren, könnt Ihr im nahegelegenen Neanderthal-Museum einen Audioguide erhalten. Durch diesen erlangt Ihr spannende Informationen zu den Kunstwerken auf der Strecke. Die Wanderung ist ebenfalls leicht und deshalb sehr gut für Anfänger geeignet.

 

In Hilden führt der etwa vier Kilometer lange „Pfad der Skulpturen“ nicht nur an 13 Figuren vorbei, er umrundet zugleich auch einmal die gesamte Innenstadt.

 

Zuletzt möchten wir Euch die außergewöhnliche Wanderung namens Kindelsbergpfad vorstellen. Über urige Waldwege, durch Naturschutzgebiete und vorbei an den Spuren der Bergbaugeschichte führt der 15 Kilometer lange Kindeslbergpfad. Auf 616 Metern Höhe werden Wanderer mit tollen Ausblicken belohnt. Am Kindelsbergpfad informieren 24 Stationstafeln über Besonderheiten der Region, insbesondere über zahlreiche Gruben. Sie erinnern noch heute an die Jahrtausende lange Bergbautradition, etwa in dem am Osthang der Martinshardt gelegenen Bergbaugebiet Wilder Mann. 1911 fuhr die letzte Schicht ein, dann wurde der Wilde Mann geschlossen. Bei dieser Wanderung handelt es sich um einen Rundkurs, welcher sich in zwei Varianten aufteilt: Ihr habt die Wahl, entweder weiter über einen breiten Waldweg zu gehen oder einen schmalen Felspfad zu nehmen. Wer trittsicher ist, dem sei bei gutem Wetter jedoch die Felsenvariante empfohlen. Sie führt zusammen mit dem Bergbaupfad an Halden, Bergbaurelikten und der ehemaligen Grube „Stahlwerk“ vorbei. Die Strecke wird als „mittel“ eingestuft und ist schwieriger als die beiden anderen. Das liegt vor allem an den Höhenmetern, welche Euch aber mit atemberaubenden Ausblicken belohnen. 

 

Sportliche Grüße,

Euer Team Megamarsch 

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