Auf ins Bergische

Wenn Du das Bergische Land besuchst, findest Du Dich in einem der gewässerreichsten Gebiete NRWs. Durch das Bergische Land schlängelt sich die Wupper, die in vergangenen Zeiten enorm bedeutend für die wirtschaftliche Entwicklung der Region war. In und um sie gedeiht die Natur, da sich die Wasserqualität innerhalb des letzten Jahrhunderts stark verbessert hat. Besonders beliebte Ausflugsziele sind die Talsperren, da einige von ihnen nicht nur zu entspannten Wanderungen, sondern auch zu verschiedenen Arten von Wassersport einladen. Wenn Du Lust hast, einmal das Segeln oder Kanufahren auszuprobieren, bist Du hier genau richtig. Informationen dazu findest Du auf unserer Karte.

 

Neyetalsperre

Bei Wipperfürth, der ältesten Stadt des Bergischen Landes, liegt die Neyetalsperre. Sie dient der Trinkwasserspeisung. Um die 6 Mio Kubikmeter Wasser herum reihen sich einige Landschafts- und Naturschutzgebiete. Daher ist es verboten, Enten zu füttern oder in ihr zu schwimmen. Wenn Du Deinen Vierbeiner mitnehmen möchtest, musst Du ihn an die Leine nehmen. 

 

Die Umrundung der Neyetalsperre dauert bei einem gemütlichen Tempo in etwa drei Stunden. Dich erwarten überwiegend naturbelassene Wege, bei denen es gerade während und nach sehr regenreichen Phasen zu größeren Pfützen kommen kann. Wenn Du Dich dadurch nicht abschrecken lässt, erwarten Dich schattige Waldwege und bei gutem Wetter sonnige Passagen direkt am Ufer. Des Öfteren kreuzen Eichhörnchen oder verschiedenste Vögel die Wanderwege und laden zu einem Moment des Innehaltens und des Staunens ein. Solange man sich ruhig verhält, zeigen die Tiere meist wenig Scheu und flüchten nicht sofort. 

 

Zu bestimmten Terminen werden Lehrrundgänge durch den Wald angeboten, bei denen die Chance besteht, mehr über den Wald zu erfahren. Speziell wenn Du ganz konkrete Fragen hast, bist Du hier richtig, da Du Dich in Begleitung eines Försters befinden wirst, der Dir annähernd alles über die Gegend und ihre heimischen Lebewesen sagen kann. Während Du wanderst, lässt sich wunderbar entspannt miteinander quatschen und das Aussehen der Landschaft genießen. 

 

 

Unterwegs lädt die ein oder andere Bank zu einer Pause mit mitgebrachten Keksen und Tee aus der Thermoskanne ein. Wenn Du Dich nach der Wanderung lieber verpflegen lassen möchtest, empfehlen wir Dir einen Besuch im Gasthaus zur Neyetalsperre oder direkt am Marktplatz in Wipperfürth. Dieser befindet sich zwar aktuell in einer Baumaßnahme, aber die Lokale drumherum sind wahre Institutionen in der Stadt. Gerade die Penne, mit ihrer durchgängig warmen Küche, ist ein beliebter Treff für Radfahrer, Biker oder Käferfahrer. Sowohl Jugendliche, als auch alt gesessene Hasen teilen sich hier am Wochenende Tische und Bänke. Das Hansecafé direkt gegenüber ist etwas ruhiger und ein toller Ort, um bei einer Tasse Kaffee oder Tee die vom Wandern müden Beine auszustrecken.

 

Alternativ

Wer noch nicht weiß, wo er an einem Kurztripp ins Bergische übernachten möchte, sollte die Museumsherberge im Lindlarer Freilichtmuseum in Betracht ziehen. Am Wochenende und während der Sommerferien stehen ihre Türen Wanderern oder Ausflugsgruppen offen. In direkter Nähe der Herberge befindet sich der E-Bike Stand. Mit dem geliehenen Rad können sich beispielsweise der nahe gelegene Minigolfplatz oder das Lindlarer Schwimmbad erreichen lassen. Wenn Du mit Deinen Kindern dort bist, hast Du mit dem Linearer Freilichtmuseum direkt einen wunderbaren Beschäftigungsort direkt neben der Tür. Die dort hausenden Ziegen sind gerne bereit, den Kopf durch den Zaun zu stecken und sich liebevoll mit Gras füttern zu lassen. Wenn es etwas mehr Abenteuer sein darf, ist der Spielplatz auf dem Gelände zu empfehlen. 

 

 

Das Angebot des Museums umfasst verschiedene Rundgänge. Einer davon ist die sogenannte ökologische Führung, bei der der Wanderer einiges über die Natur und die Geschichte der Gegend lernen kann. Ganz ähnlich wie bei der oben beschriebenen Waldführung. Gelegentlich werden einige Räumlichkeiten für Ausstellungen zum Thema Bergisches Land genutzt, die sich auf unterschiedlichen Ebenen an ihr verschieden altes Publikum richtet. Wenn Du zwischendurch mal etwas zum Knabbern brauchst, steht Dir Das Kiosk zur Verfügung. Beim größeren Hunger lädt dich das Museusrestaurant zu einem Besuch ein. Für größere Gruppen bietet sich die sogenannte Bergische Kaffeetafel an, bei der es sowohl süße als auch herzhafte Speisen gibt. Besonders lecker sind die Bergischen Waffeln, die mit heißen Kirschen und Schlagsahne serviert werden. Der Kaffee kommt dabei stilecht aus einer Dröppelminna, in der  auf traditionelle Weise der Kaffee im Bergischen aufgebrüht wurde. 

 

Bevertalsperre

An die bereits beschriebene Neyetalsperre schließt die Bevertalsperre an. Mit ihren 23,7 Millionen Kubikmetern Wasser gehört sie zu den größten Brauchwassertalsperren der Umgebung und beheimatet drei verschiedene Segelvereine. Diese nehmen teilweise an nationalen Regatten teil, die dann direkt auf der Bever, wie sie umgangssprachlich genannt wird, ausgeführt werden. Egal ob Du sie segelnd, rudern oder paddeln erkundest, die schöne Aussicht bleibt die gleiche. 

 

Unterwegs kann man des öfteren Leute beobachten, die am Ufer sitzen und schwimmen. Die besonders hartgesottenen Ortsansässigen gehen das ganze Jahr über in der Bever schwimmen, es sei denn sie ist zugefroren. An der Bever gibt es eigens abgezäunte Schwimmbereiche, an deren Rand man mit Freunden Frisbee spielen oder faul in der Sonne dümpeln kann. Wem die direkte Sonne zu warm ist, dienen schattenspendende Bäume als Sonnenschirme. Die zornige Ameise versorgt Hungrige mit Currywurst und Pommes. Speziell im Sommer sind bei den Besuchern die kühlen Getränke und das Eis beliebt. 

 

Da die Strömungen innerhalb der Bever durchaus tückisch sein können und es immer wieder zu Badeunfällen gekommen ist, sollte man innerhalb der abgetrennten Badebereiche bleiben. Wenn Dich das nicht abschreckt, kannst Du in der Bever wunderbar tauchen gehen und unter Umständen den sonderbaren Dingen begegnen, die die Talsperre immer mal wieder verschluckt. Auch passionierte Angler haben an der Bever an mehreren Stellen die Möglichkeit, in Ruhe zu fischen. 

 

Der Beverrundgang ist etwas um die 14 Kilometer lang und lässt sich innerhalb eines Nachmittags locker umwandern. Wenn es viel geregnet hat, kommt es durchaus zum Übertritt der Bever, sodass Wanderwege, die direkt am Wasser liegen überschwemmt sein können. Es empfiehlt sich vor der Anreise einen Blick auf das Wetter der vergangenen Tage zu werfen.

 

Hier noch ein Link zu einer Karte auf der wir Dir einige Ausflugsziele herausgesucht haben: https://drive.google.com/open?id=1cEdSHjcIhNFwzSXcHECxX13dSmCRJPd3&usp=sharing

 

Wir hoffen der Blogbeitrag hat Dir gefallen! Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, schreib es uns gerne!

 

Sportliche Grüße

 

 

Die Team-Megamarsch

 

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