Wandern in Frankreich

Heute ist es Zeit für einen weiteren Blogbeitrag zum Thema Wanderurlaub. Dieses mal geht es um Ferien in unserem Nachbarland Frankreich. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

 

Losgelaufen

Mild und sonnig, so lässt sich das Wetter in den meisten Teilen Frankreichs am treffendsten beschreiben und bietet somit das ideale Wanderwetter für Deinen nächsten Urlaub. Du möchtest durch Heidelandschaft, Gebirge oder an einer Felsenküste entlanglaufen? Vielleicht auch während der Wanderung mal eine Runde baden? Auf Grund der unterschiedlichen Landschaftsabschnitte wird dem Wanderer in Frankreich praktisch alles geboten: Von einer 3.000er-Tour bis hin zu entspannten Spaziergängen entlang französischer Küstenabschnitte. Besonders beliebt sind dort große, geführte Wandertouren, die teilweise sogar mit Esel oder Pferd angeboten werden. Einzelkämpfer sollten sich im Vorfeld gut vorbereiten und auf keinen Fall ohne Karte oder GPS los wandern. Das liegt unter anderem daran, dass die französischen Wanderwege teilweise nicht besonders gut ausgeschildert sind. Manchmal sind Markierungen stark veraltet und können schon mal über umzäuntes Privatgelände oder in die falsche Richtung zeigen. Außerdem sind gerade die ländlichen Regionen nicht sehr dicht besiedelt, sodass der mitgenommene Proviant am besten für die gesamte Strecke reichen sollte. 

 

CEVENNEN

Im Süden Frankreichs, im französischen Mittelgebirge, liegen die Cevennen mit ihrer abwechslungsreichen Landschaft. Wälder, Flüsse, Hochplateaus, Schluchten, … Für jeden ist etwas dabei und Touren können ganz nach dem eigenen Gusto gestaltet werden. Oft kann man mehrere Stunden in Einsamkeit wandern, bevor man dem nächsten Menschen begegnet, da die Region insgesamt sehr dünn besiedelt ist. Der höchste Berg der Umgebung ist der Mont Lozère mit seinen über 1.600 Metern. Du wolltest immer schon mal Abenteurer sein? Glückwunsch! Rund um den Berg gibt es zahlreiche Höhlen und Quellen, die nur darauf warten von dir entdeckt zu werden. 

 

 

Auch sogenannte Lost-places-Hunter kommen hier auf ihren Geschmack, wenn sie auf eines der verlassenen Dörfer treffen. Auch Überbleibsel alter Kulturen befinden sich entlang einiger Wanderrouten und können bestaunt werden. Wer sich mehr für Flora und Fauna interessiert, wird im Naturpark ebenfalls nicht enttäuscht. Der Fliegen fangende und vom aussterben bedrohte Sonnentau hat hier seine Heimat genauso wie wild wachsender Lavendel und Rosmarin. Entlang der vielen Gewässer kann es schon mal vorkommen, einem Bieber beim Dammbau oder einem trinkenden Reh oder Hirsch zu begegnen. Auch Mufflons, eine Gattung wilder Ziegen, können in den etwas höher gelegenen Regionen angetroffen und aus der Weite bestaunt werden. Die ebenfalls seltenen Wildkatzen, sind eher nachtaktiv und nur schwer auffindbar, da sie sehr scheu sind. Es wäre also Katzenglück eine von ihnen kennen zu lernen.

Korsika

Bestimmt kennst Du die Insel Korsika bereits aus den Urlaubsgeschichten anderer oder warst tatsächlich selbst schon einmal dort und hast bereits einen ersten Eindruck von ihrer Schönheit bekommen! Sei es die Luft, die in den weniger urbanen Regionen nach Meer, Pinien und Kiefern riecht, oder die abwechslungsreiche, zwischen Strand und Gebirge wechselnde Landschaft. Korsika ist bestens geeignet, um mit der gesamten Familie dort hin zu reisen, da man nicht zu einem reinen Wanderurlaub verpflichtet ist. 

 

Mit seinen um die 1000 km langen Küste, bietet die Insel genügend Abschnitte, an denen es möglich ist, die ein oder andere Runde im Meer zu schwimmen oder auf einem der drei, die Insel umgebenden Meere anderem Wassersport zu betreiben. Bei einem einfachen Spaziergang können kleinere oder auch erwachsene Kinder Muscheln bewundern und barfuß durch die an den Strand rollenden Wellen laufen. Auch einem entspannten Picknick steht soweit nichts im Weg. 

 

Der höchste Berg ist der Mt. Cinto mit um die 2.706 Metern. Seine Besteigung ist mittels einer anspruchsvollen Wanderroute innerhalb einiger Stunden umsetzbar. Wer sich dazu aufgerafft hat, wird am Ende mit einer wunderschönen Aussicht belohnt. Der ideale Startpunkt für die Wanderung liegt in Lozzi am Cinto See. Bitte denk bei der Tour daran, ausreichend Proviant und Wasser sowie geeignete Ausrüstung mitzunehmen. Außerdem sollten die vorhandenen Höhenmeter auf Grund ihrer vermeintlichen Nähe zum Meer nicht unterschätzen. Um danach seinen Hunger zu stillen, ist die Auberge Fucaghjolu bestens geeignet, da sie mit etwas über einem Kilometer Entfernung von Lozzi am nächsten gelegen ist. Ihr Angebot wird durch Grillspezialitäten und hervorragende Nachtische ausgezeichnet. Gelegentlich werden dort auch Live-Musikveranstaltungen abgehalten.

 

 

PYRENÄEN

Die Pyrenäen sind ein alpines Gebirge mit mehreren Gipfeln, die um die 3.000 Meter hoch liegen, und stellt zugleich die Grenze zu Spanien dar. Auf der französischen Seite wird teilweise noch traditionelle Weidewirtschaft betrieben und der für die Region typische Käse hergestellt. Insgesamt gibt es in den Pyrenäen drei Nationalparks, von denen zwei zu Spanien gehören. Der größte der Drei, der „Parc National de Pyrénées“, liegt auf der französischen Seite und beherbergt einige der letzten wild lebenden Braunbären Europas. Auch zahlreiche Arten von Geiern und Adlern haben hier ihr Zuhause. Unter ihnen der Steinadler, der zu den echten Adlervögeln zählt. Solltest Du auf Deinen Wanderungen ein markantes Pfeifen hören, so sind dies aller Wahrscheinlichkeit die Murmeltiere, die aus den Alpen übergesiedelt sind und sich dort prächtig vermehren. 

 

Je leiser Du auf Deinen Wanderungen bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auf Wild triffst. Innerhalb des Nationalparks ist die Mitnahme von Hunden untersagt und die Mitnahme des selbst produzierten Mülls in den Parkregeln verzeichnet. Eine Besonderheit der Gegend ist „Le Petit train d’Artouste“. Hierbei handelt es sich um eine Schmalspurbahn, mit der Du während einer einstündigen Fahrt einen tollen Ausblick auf weite Ebenen und Felsmassive hast. Erreichbar ist sie per Seilbahn. Ein tolles Ausflugsziel ist das „Massif du Néoville“, das mit einigen Anstrengungen von Aragnouet erreicht werden kann. Unterwegs gibt es viele kleine Gewässer und natürlich die Aussicht zu bewundern.

 

 

Wir hoffen der Blogbeitrag hat Dir gefallen! Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, schreib es uns gerne!

 

Sportliche Grüße

 

 

Dein Team Megamarsch

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