Rund ums Thema Ausgeglichenheit

 

Um sich mehr Ausgeglichenheit zu wünschen, braucht es nicht unbedingt einen hektischen Alltag. Personen, bei denen objektiv alles in Ordnung zu sein scheint, können ebenfalls aus ihrer inneren Balance geraten. Egal aus welchen Gründen, diese Unausgeglichenheit sollte keine längeren Perioden überdauern. Fühlst Du Dich über einen längeren Zeitraum gestresst, hat das eine nachhaltige Wirkung auf Deinen Körper, denn Dein innerer biologischer Rhythmus wird durcheinander gebracht. Bei längerer Antriebslosigkeit oder Angespanntheit kommt es schnell dazu, dass man das Gefühl für das richtige Maß an Bewegung und Essen verliert. Ein gestörter Schlafrhythmus ist unter solchen Umständen ebenfalls nicht wirklich verwunderlich. Wenn es Dir genau so geht, ist es Zeit zu handeln!

 

Konkret

Aber wie ändert man konkret etwas an seinem Stresslevel, wenn man vielleicht gar keine Übersicht über potenzielle Stressfaktoren hat? Die Einführung von Ritualen, das Setzten neuer Impulse und Reize, sowie das Entspannen an sich, können erste Schritte sein. Womit Du beginnst, bleibt letzten Endes Dir selbst überlassen, da Du die einzige Person bist, die Deinen Alltag nachhaltig verändern kann.

 

Akut hilft es meistens am besten erstmal alles, was unnötig ist, loszulassen und sich etwas Gutes zu gönnen. Damit gemeint ist eine Aktivität, bei der Du Dir Deine ganz persönliche Pause vom Alltag gönnst. Das kann beispielsweise ein entspannter Waldspaziergang, ein gemütliches Eisessen oder einfach das Lesen eines Buches sein. Wenn Dir dazu spontan etwas einfällt, wo Du besonders große Lust zu hast, tu es einfach. Die eigenen Instinkte sind in der Regel sehr verlässliche Indikatoren für das, was wir gerade brauchen. Damit Du diese Zeit wirklich in Ruhe nutzen kannst, empfiehlt es sich den Klingelton des Handys, so fern dies möglich ist, einfach mal auf leise zu stellen und so unnötige Störungen zu vermeiden. 

 

Was ebenfalls eine gute erste Maßnahme sein kann und zu mehr persönlichen Freiraum führt, ist einfach mal „Nein“ zu sagen, wenn Dir jemand eine Aufgabe auf’s Auge drücken möchte, und „Ja“ zu neuen Erfahrungen, die Dir potentiell Spaß machen. Sogenannte negative Stressoren werden so vermieden und das Gehirn bekommt positiven, neuen Input. In Deinem Gehirn verknüpfen sich neue Knotenpunkte miteinander, sodass die durch Stress überbeanspruchten Nervenbahnen entlastet werden. 

 

Der Prozess an sich funktioniert eigenständig und ist prinzipiell unabhängig von der individuellen Bewertung unseres Gehirns. Je intensiver und öfter die neu gebaute Autobahn in Deinem Kopf genutzt wird, desto stärker werden ihre Verbindung und ihre Relevanz. Gehe die positiven Impulse bewusst in kleinen Schritten an. Das ist meist mit wenig Zeitaufwand umsetzbar. Außerdem vermeidest Du so, den Entspannungsprozess durch Überforderung wegen selbst produzierten Stress zu stören. 

 

 

In Deinem Gehirn verknüpfen sich neue Knotenpunkte miteinander, sodass die durch Stress überbeanspruchten Nervenbahnen entlastet werden. Der Prozess an sich funktioniert eigenständig und ist prinzipiell unabhängig von der individuellen Bewertung unseres Gehirns. Allerdings gilt: Je intensiver und öfter die neu gebaute Autobahn in Deinem Kopf genutzt wird, desto stärker werden ihre Verbindung und ihre Relevanz.

 

Reizvoll

Neue Reize zu erzeugen, ist nicht nur mittels Freizeitaktivitäten möglich, sondern kann einfach Zuhause umgesetzt werden. Dazu benutzt man bewusst jeden seiner Sinne, also beispielsweise Sehen, Hören und Riechen. 

 

Wenn Du eher der visuelle Typ bist, hilft es Dir vielleicht Dich mit dem Thema Farbpsychologie auseinander zu setzen. Farben haben erwiesenermaßen eine direkte Wirkung auf uns Menschen. Die Farbe Rot wird klassischer Weise mit einer Aktivitätsförderung verknüpft. Bei zu großen roten Flächen kann die Farbe allerdings auch Aggression hervorrufen, weshalb man sie besser akzentuiert einsetzt.

 

Wenn Du einen gute Laune Schub brauchst, sind die Farben Gelb oder Orange ideal, da sie gegen Müdigkeit und Depressionen helfen können. Im Gegensatz dazu wirken Grün und Blau eher entspannend und teilweise sogar schmerzlindernd. Dies ist einer der Gründe, warum Wanderungen im Freien einen so positiven Effekt auf unseren Organismus haben. Natürlich gibt es noch deutlich mehr Arten der Farbdeutung, aber egal für welche davon Du Dich entscheidest, such Dir Farben aus, die Dich glücklich machen. Du kannst zum Beispiel Deine Wohnung entsprechend Deiner Lieblingsfarben umgestalten oder etwas malen, je nachdem was Dir so einfällt. 

Mittels Duftölen oder -kerzen, einem angenehmen Parfum oder einem Schaumbad, lässt sich ganz einfach der Geruchssinn stimulieren. Kein anderes Organ ist so direkt mit dem Gehirn verbunden wie der Riechsinn. Bis heute versteht die Wissenschaft nicht restlos, wie dieser funktioniert, aber klar ist, dass er einen großen Einfluss hat. Wie intensiv Du dabei einzelne Düfte wahrnimmst, ist abhängig vom Alter, dem Geschlecht und der eigenen Genetik.  

 

Passend zu bereits genannten Reizen wirkt der Genuss einer leckeren Mahlzeit. Hier wird neben dem Sehen und Riechen auch der Geschmackssinn gefordert. Da bei diesem Vorgang so viele verschiedene Eindrücke entstehen, bietet es sich an, hierfür ein wenig mehr Zeit zu investieren. Gerade bei der Auswahl frischer Zutaten, der Zubereitung und dem Anrichten spielt dieser Punkt eine wichtige Rolle. Und ganz ehrlich: Was ist besser, als in gemütlicher Runde sein Lieblingsessen zu verputzen? Hinzu kommen die ganzen haptischen Reize, die während der Zubereitung und des Essens entstehen. Den Tastsinn benutzt man tendenziell, sobald man sich mit irgendetwas näher beschäftigt, da wir unsere Hände als Hauptwerkzeug für die meisten Tätigkeiten benutzen. Deshalb lohnt es sich etwas Neues auszuprobieren, sei es auf der grob- oder feinmotorischen Ebene. 

 

Entspannung

Hat man Raum für eine Auszeit geschaffen, so gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich zu entspannen. Die einfachste Methode ist ausreichender Schlaf. Während man vor sich hin träumt, laufen im Körper zahlreiche Regenerations- und Verarbeitungprozesse statt. Wer zu lange nicht oder zu wenig schläft, kann die am Tag gesammelten Reize nur schwer verarbeiten und geht in der heutigen Informationsflut leicht unter. 

 

Schlaffördernd wirken direkt vor dem Schlafen gehen 5 Minuten lüften und analoge Tätigkeiten, wie etwa Lesen. Übermäßig schweres Essen sollte dagegen vermieden werden, da die Verdauung verhindert, dass Du während der Nacht ausreichend Tiefschlafphasen hast. Wenn Du Abends gerne Serien oder Filme siehst, egal ob am Fernseher, Handy oder Tablet, solltest Du etwa eine Stunde vor Deiner Schlafenszeit das Gerät ausschalten. Dein Gehirn hat durch das blaue Licht des Bildschirms Probleme, das Schlafhormon Melatonin in ausreichender Menge zu produzieren und Du schläfst insgesamt unruhiger. 

 

Eine weitere Methode, sich dauerhaft zu entspannen, ist die Integration von Bewegung in den Tagesablauf. Allgemein gilt Ausdauersport als eines der Mittel das Herz- Kreislauf System zu stärken, aber auch ein forderndes Krafttraining kann angestaute Energien freisetzen. Es gilt also: Such Dir was, das Spaß macht! Wenn Du gerne schwimmen gehst, kannst Du einer dort vorhandenen Sauna einen zusätzlichen Besuch abstatten, denn Saunieren sorgt langfristig für einen stabilen Kreislauf. Nebenbei kann die feuchte Hitze Muskelverspannungen lösen und sowohl den Stoffwechsel, als auch das Immunsystem ankurbeln. Meditation, Tai Chi, Muskelentspannungsübungen, Spaziergänge … Das heute zur Verfügung stehende Angebot ist nahezu unerschöpflich und die Orte, an denen wir praktizieren können, grenzenlos. Lass Dich nicht vom Überangebot verwirren und probiere Dich nach Herzenslust aus. Ganz nach dem Motto: Warum denn nicht?

 

 

Wir hoffen der Blogbeitrag hat Dir gefallen! Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, schreib es uns gerne!

 

Sportliche Grüße

 

 

Dein Team-Megamarsch

 

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