Trainingsstrecken am Niederrhein und im Ruhrgebiet

Bald steht der Megamarsch 50/12 Düsseldorf vor der Tür. Damit Ihr vorher abwechslungsreich trainieren könnt, stellen wir Dir heute sieben schöne Wanderregionen rund um Düsseldorf vor. Die Regionen beinhalten meistens mehrere unterschiedliche Wege, da es sich zum Beispiel um Wälder handelt. So kannst Du Dir eigene Routen innerhalb dieser Regionen erstellen und die Strecke an Deine Bedürfnisse anpassen. Zusätzlich berichten wir aber auch über Strecken, die Du als Training nutzen könntest. Die Strecken sind unterschiedlich lang, sodass für jeden Trainingsstand etwas dabei ist.

 

1. Rotthäuser Bachtal

Wandern am Niederrhein

Das Rotthäuser Bachtal in Düsseldorf steht seit 1984 unter Naturschutz. Es ist ein sehr schönes Gebiet, um eine entspanntere Strecke zu wandern und sich etwas Erholung zu gönnen. Das Gebiet besteht aus dem Rotthäuser Bach, verschiedenen Fischteichen, Schilfflächen sowie verschiedenen Wäldern. Zudem gibt es dort viele seltene Tierarten und ist vor allem für Vogelbeobachter sehr spannend. Ein Beispiel für eine kleine Wanderroute beinhaltet einen Rundwanderweg, der in dem östlichen Stadtteil Gerresheim beginnt. Dieser verläuft über den Steinberg, führt durch das Rotthäuser Bachtal und endet wieder in Gerresheim. Du startest an der Basilika St. Margareta am Gerricusplatz in Gerresheim. Die Kirche entstand bereits im 9. Jahrhundert und hat eine interessante Geschichte. Von dort aus umrundest Du den Friedhof zur Hälfte und läufst dann durch den Wald. Über kleine Wege wanderst Du über den Steinberg und folgst dem Weg oberhalb des Rotthäuser Baches bis zum Tal. Du kommst an Teichen vorbei und kannst das Bachtal bestaunen. Auf den letzten Metern läufst Du am Bach entlang und gelangst wieder zur Kirche. Insgesamt hat der Rundweg eine Länge von 9,7 Kilometern. Da nur etwa 120 Höhenmeter bewältigt werden müssen, schaffst Du die Strecke in zwei bis zweieinhalb Stunden. Perfekt für einen kurzen Ausflug.

 

2. Urdenbacher Kämpe

Natur am Niederrhein

Der Urdenbacher Kämpe ist mit 316 Hektar das größte Naturschutzgebiet Düsseldorfs. Mit Kopfweiden, Obstbäumen und Feuchtwiesen gehört es zu der niederrheinischen Kulturlandschaft. Außerdem ist es in das europäische Schutzgebietssystem Natura 2000 aufgenommen worden. Der Kämpe liegt im Süden Düsseldorfs an einem Altrheinarm. Er besteht aus intakten Auenlandschaften und vielen Flächen, die noch regelmäßig überflutet werden. Seltene Pflanzen und viele Vögel haben dort ihr zu Hause. Insgesamt leben dort bis zu 227 verschiedene Tierarten, unter anderem Amphibien, Libellen, Fledermäuse und Heuschrecken. Wenn Du Dich also nicht nur für das Wandern, sondern auch für die Natur und kleine Tiere begeisterst, ist dies ein perfekter Ort.

 

3. Eller Forst

Eller Forst

Ein weiteres schönes Gebiet, um die Natur zu genießen, ist der Eller Forst. Er ist das älteste Naturschutzgebiet Düsseldorfs und liegt im Südosten der Stadt. Im Jahr 1935 wurden Teile des Gebietes unter Schutz gestellt. Der Eller Forst ist etwa einen Quadratkilometer groß und bietet eine große Vielseitigkeit der Natur. Du findest dort viele alte Waldbestände, freie Feuchtwiesenflächen und natürlich den Unterbacher See. Das Gebiet ist ein ehemaliges Sumpfgebiet. Die vielen Gräben und Tümpel sind außerdem ein Paradies für Amphibien, Molche, Kröten und Frösche. Solltest Du also gerne Tiere beobachten, bist Du hier genau richtig. Aber nicht nur kleinere Lebewesen können entdeckt werden. Gehst Du über den Siebenbrückenweg und verlässt den Wald, kannst Du im Morgengrauen Rehe und Füchse beobachten. Falls Du Dich viel für die Natur um Dich herum interessierst, sind die Regionen um den Unterbacher See sehr für Dich geeignet. Natürlich kannst Du in der Gegend trotzdem nur spazieren gehen und mit kleinen Ausflügen den ersten Schritt in Richtung Megamarsch wagen.

 

4. Bergisch-Märkische Weg

Im Ruhrgebiet und am Niederrhein wandern, ohne den Lärm und den Gestank mitzubekommen geht nicht? Geht doch! Zwar wirst Du dem Trubel nicht auf der kompletten Wanderung entgehen können, trotzdem bietet Dir diese Strecke ruhige Ausflugssorte. Der Bergisch-Märkische Weg beginnt mitten im Ruhrgebiet in Bochum. Er ist 44 Kilometer lang und durch eine bunte Raute auf weißem Grund gekennzeichnet. Du wanderst ruhraufwärts entlang des Flusses. Als Erstes durchquerst Du das Asbachtal in Essen. Dem Weg folgend triffst Du auf das Schloss Hardenberg und dem Wallfahrtsdom in Neviges. Für dieses Gebäude erlangte der Architekt weltweite Anerkennung. Weiter geht es zum Deilbachtal und der Elfringhauser Schweiz. Dort kannst Du endlich dem Chaos des Ballungsgebietes entkommen. Es handelt sich um eine Hügellandschaft ohne Blick zum Ruhrgebiet. Du bist also nur von Natur umgeben und kannst die Ruhe genießen. Wenn Du der Strecke folgst, wanderst Du über den Felderbach bis nach Hattingen. Dort erwartet Dich der historische Stadtkern mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Auf diesem Weg kannst Du also Natur perfekt mit Geschichte und Kultur verbinden.

 

5. Düsseltalweg

Wandern an der Düsseldorf

Der Düsseltalweg ist ein 32 Kilometer langer Wanderweg, der von Velbert-Tönisheide bis nach Gerresheim in Düsseldorf führt. Markiert ist der Weg durch eine bunte Raute auf weißem Hintergrund. Auf dieser Route durchquerst Du das Dorf Düssel in Wülfrath. Es hat einen historischen Kern, in dem Du unter anderem eine alte Wasserburg sowie den Burgraben besichtigen kannst. Das Dorf ist nach dem Fluss Düssel benannt, an dem Du ein Stück parallel entlang gehst. Wenn Du weiterwanderst, findest Du Informationstafeln über das Neandertal, in dem Du Dich befindest. Dieses ist weltweit bekannt, da dort Überreste eines Urzeitmenschen gefunden wurden – heute bekannt unter einem Neandertaler. In dem Neandertal Museum hast Du die Möglichkeit, Dich über diesen Fund und die Geschichte des Tals sowie des Urzeitmenschen zu informieren. Falls Du danach noch weiter gehen möchtest, wirst Du Richtung Korresberg gehen, von dem Du bis zur Kölner Bucht blicken kannst. Insgesamt wanderst Du an vielen Wiesen und Wäldern vorbei und erlebst viel Natur.

 

6. Ittertal und Hühnerbachtal in Haan

Haan

Haan ist eine mittelgroße Stadt zwischen Düsseldorf und Wuppertal. Dort gibt es den „Rund um Haan“ Weg. Dieser führt um Haan herum und teilweise durch das Itter- und Hühnerbachtal. Diese sind besonders bei Familien sehr beliebt, da sie viele kurze Wanderwege beinhalten und schöne Ausblicke bieten. Außerdem befindet sich im Ittertal das Schloss Caspersbroich. Es ist 1220 erbaut worden, wurde allerdings stetig vergrößert und verändert. Trotzdem ist es einen kurzen Besuch wert. Der Weg ist gut beschildert und leicht zu folgen. Über kleine Wege und Pfade wanderst Du parallel zum Damm. Zwischendurch sind auch moderige Treppen zu bewältigen, pass also auf, dass Du nicht ausrutschst. Teilweise läufst Du an einem kleinen Bach vorbei und durchquerst eine Kleingartenanlage. Insgesamt läufst Du durch viel Natur, in der Du die frische Luft genießen kannst.

 

7. Nordrheinische Jakobswege

Jakobsweg in NRW

Im nordrheinischen Gebiet befinden sich direkt vier Jakobswege. Der erste führt durch das Bergische Land von Remscheid und Altenberg nach Köln. Du kommst aus Richtung Wuppertal und wanderst durch das bergige Vennvorland nach Aachen, dem abendländischen Pilgerziel. Auf dem zweiten Weg startest Du in Dortmund und läufst ein Stück durch das Ruhrgebiet. Danach geht es durch Neuss und Jülich, bis der Weg schließlich in Aachen in den ersten Weg mündet. Von dort hast Du die Möglichkeit, nach Belgien weiterzugehen und auf die französischen Wege nach Vezelay oder Paris zu gelangen. Der dritte Nordrheinische Jakobsweg beginnt im niederländischen Nijmegen. Auf diesem Weg wanderst Du quer durchs Rheintal und begegnest Städten wie Kleve, Xanten, Krefeld, Neuss und schließlich Köln. Diese Wege wurden schon von den Römern im Mittelalter angelegt, damit sie Pilgern nach Rom oder Santiago folgen konnten. Der letzte der vier Wege ist der Rhein-Maas-Weg. Dieser verdankt seinen Namen den drei Flüssen in der Nähe des Länderdreiecks. Der Weg wechselt stetig die Grenzseiten und verläuft durch Deutschland, Belgien und die Niederlande. Bekannte Städte, an denen Du vorbeikommst, sind Goch, Limburg, Venlo, Roermond und Lüttich, wo der Weg endet. Auch hier hast Du die Chance, weiter nach Frankreich zu wandern.

 

Wir hoffen, dass wir Dir ein paar Inspirationen für Deinen nächsten Ausflug in der Düsseldorfer Umgebung geben konnten. Falls Du noch weitere Regionen und Wege rund um Düsseldorf kennst, kannst Du uns diese gerne vorstellen. Oder bist Du schon einmal in einer dieser Regionen gewandert? Wir freuen uns über Deine Erfahrungsberichte.

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