5 Fehler, die vielleicht auch Dir schon mal beim Wandern passiert sind

Kein Wanderer ist perfekt. Doch Fehler in der Vorbereitung und während einer Wanderung können einem schon mal schnell den Tag vermiesen. Die folgenden 5 Fehler kommen Dir vielleicht bekannt vor...

1. Ich kenne den Weg (auch ohne Karte) und 100 km sind doch ein Kinderspiel

Gerade wenn man mit dem Wandern anfängt neigt man oft zur Selbstüberschätzung. Dabei kann das schnell zu gefährlichen Situationen führen und einem den Spaß am Wandern nehmen.  Es ist super wichtig eine Route zu wählen, die den eigenen Fähigkeiten gerecht wird aber auch abwechslungsreich ist und mit einem attraktiven Ziel abschließt. Auch kleine Herausforderungen können eingebaut werden, diese sollten aber nicht zu schwer sein. Außerdem solltest du auch genügend Pausen auf deinem Weg mit einplanen.

 

Wanderkarten oder GPS Geräte sind besonders dann von Vorteil wenn Du dich nicht auskennst. Aber auch wenn Du dich vermeintlich auskennst ist es trotzdem sinnvoll eine Karte dabei zu haben, denn auf Markierungen am Wegrand ist nicht immer Verlass.

Fange mit der Planung der Route auch im besten Fall schon ein paar Tage im Voraus an. So vermeidest du unnötigen Stress am Abend zuvor und kannst gut vorbereitet in die Wanderung starten. Zu einer guten Vorbereitung gehört übrigens auch das Checken der Wetterverhältnisse für den Tag der Wanderung.

 

2. Rucksack checken? Brauch ich nicht!

Manchmal ist ein Rucksack-check gar nicht so schlecht. Denn brauchst du wirklich deine Regenjacke von der letzten Wanderung bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad? Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Aber dafür wäre Sonnencreme umso wichtiger. Deswegen nimm dir am Tag vor der Wanderung ein bisschen Zeit und pack deinen Rucksack neu.  Weniger ist manchmal mehr, denn alles was du zusätzlich in deinem Rucksack mit dir rumschleppst ist unnötiges Gewicht. Beschränke dich deswegen auf das Nötigste. Das gilt sowohl für Verpflegung als auch für Kleidung und sonstige Sachen. Wenn du noch auf der Suche nach der idealen Packliste z.B. für den MEGAMARSCH bist dann ließ dir doch mal den dazu passenden Beitrag auf dem Blog durch.

3. Frühstücken kann ich auch noch unterwegs

Das richtige Frühstück ist das A und O für einen guten Start in den Tag und gerade beim Wandern unverzichtbar. Wenn Du schon morgens gut und ausgewogen gefrühstückt hast musst Du unterwegs nur noch ein bisschen nachfüllen und schon hast du wieder neue Kraft für die nächsten Kilometer. Aber achte auch darauf, dass du nicht zu viel frühstückst und dann mit einem vollen Magen startest. Denn dann fallen gerade die ersten Kilometer schwer.

 

Das Selbe gilt für die Aufnahme von Wasser. Versuche regelmäßig kleinere Mengen an Wasser zu trinken und auch hier gilt: weniger ist mehr. Wasser bekommst du an jeder Raststätte für wenig Geld (beim MEGAMARSCH an allen Verpflegungs-Stationen umsonst) und in den meisten Restaurants kannst du sogar deine Flasche auffüllen. Nimm deswegen auch nicht zu viel Wasser mit, denn jeder Liter ist 1kg zusätzliches Gepäck.

4.  Erst wenn es regnet hole ich meine Regenjacke raus

Regen ist an sich schon nicht das gelbe vom Ei bei einer Wanderung. Doch nasse Kleidung, die eigentlich durch die gut im Rucksack versteckte Regenjacke hätte geschützt werden können, kann wirklich keiner gebrauchen. Behalte deswegen immer das Wetter im Auge und passe deine Kleidung schon frühzeitig an. Also zieh ruhig schon die Jacke aus wenn es langsam zu warm wird und warte nicht bis dir der Schweiß den Rücken runter läuft. Hol auch deine Regenjacke schon bei den ersten Tropfen aus dem Rucksack, um dann nicht im strömenden Regen im Rucksack hektisch nach der Jacke wühlen zu müssen.

 

Optimal auf jede Wetterlage vorbereitet bist du, wenn du dich im Zwiebellook kleidest.  Trage dafür am besten als erste Schicht Funktionsunterwäsche. Wichtig ist es darauf zu achten, dass diese den Schweiß durchlässt. Danach kannst du je nach Jahreszeit eine wärmende Fleece Schicht einbauen. Die letzte Schicht sollte aus einer Wind- und Wasserabweisenden Jacke bestehen. Diese kannst Du dann nach Bedarf ablegen. Denk auch unbedingt an das Auftragen von Sonnencreme mit ausreichendem UV-Schutz. Creme dich am ganzen Körper ein, außer du trägst Kleidung, die bereits über einen UV-Schutz verfügt.

5. Mit der falschen Begleitung wandert es sich nur halb so gut

In einer Gruppe zu wandern ist grundsätzlich eine gute Idee. Aber nicht jede Gruppe eignet sich auch für Wanderungen über längere Strecken. Oft haben die unterschiedlichen Mitglieder einer Gruppe nämlich auch unterschiedliche Vorstellungen von der Wanderung. Der Eine ist fitter als der Andere oder möchte lieber einen gemütlichen Sonntagsausflug aus der geplanten Wanderung machen. Deshalb ist es wichtig schon im Vorhinein zu wissen, mit wem Du losziehst. Die Wahl der richtigen Gruppe bzw. Gruppengröße kann auch beim MEGAMARSCH entscheidend sein. Gerade bei einer Wanderung von bis zu 100 km ist es wichtig jemanden an seiner Seite zu haben, der das gleiche Schritt Tempo läuft, bei dem Du dich aber auch nicht unter Druck gesetzt fühlst und kein Wettkampfgedanke entsteht. Du selbst kannst dein Können und deine Kräfte am besten einschätzen und solltest dich auch deswegen von niemanden unter Druck setzten lassen. Geh nicht weiter als du kannst. Selbst die Strecke von 40 km ist beim MEGAMARSCH schon eine großartige Leistung und wird mit einer Urkunde belohnt.

 

Übrigens: Die richtigen Begleiter kannst du in unseren MEGAMARSCH Facebook Gruppen  (Hamburg, Köln, MünchenFrankfurt) kennen lernen. Dort kannst du dich mit Anderen zum Training verabreden. Beim MEGAMARSCH selbst sind so viele Teilnehmer dabei, dass Du schnell Anschluss finden wirst und Leute triffst, die genau dein Tempo gehen. Dadurch sind schon viele neue Freundschaften entstanden.

Lass uns doch mal in der Community wissen welche Fehler dir schon beim Wandern passiert sind und mit welchen Tricks du versuchst diese zu vermeiden?

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Kommentare: 1
  • #1

    Tom (Dienstag, 02 Mai 2017 15:53)

    Am letzten Tag meines Jakob-Weges (Léon – Compostella, 320km in 7 Tagen)
    bin ich nach den anstrengenden Tagen zuvor 55km gegangen – und habe zu lange mit trinken und Essen gewartet, weil ich "ja eh gleich da bin"...
    Resultat war, dass ich dann in der Allegro angekommen in Unterzucker gefallen bin, (mass. Schüttelfrost und Kreislauf im Keller). Zum Glück hatte ich noch eine Tafel Schokolade griffbereit und nach 2h Schlaf war wieder alles so weit ok.
    Also,nicht zu lange warten und den Körper angebracht mit Energie-Nachschub und Flüssigkeit versorgen!!!
    Gutes Gelingen, wir sehen uns ;0)