Extremwandern für Anfänger - So wirst Du fit für den MEGAMARSCH

Wandern für Anfänger

Ob blutiger Anfänger oder echter Profi, jeder hat mal mit dem Training für eine längere Wanderung angefangen oder sollte es über kurz oder lang tun. Um einen ersten Einblick oder eine Inspiration für eine MEGAMARSCH Vorbereitung zu bekommen haben wir Dir einen Basis Vorbereitungsplan erstellt...

 

Grundsätzlich ist jede Art von Ausdauersport wie z.B. Radfahren, Schwimmen oder Walking, aber auch Kraftsport eine gute Vorbereitung für den MEGAMARSCH. Außerdem kann man schon zu Anfang sagen, dass es nicht nötig ist, schon bereits in der Vorbereitung einen 100km Marsch zu absolvieren.

 

Es haben schon Teilnehmer den MEGAMARSCH geschafft, ohne das lange Gehen speziell zu trainieren. Trotzdem ist es anzuraten, denn diese Belastung ist für die Meisten völlig neu. Außerdem hilft es dabei die richtige Abstimmung der Ausrüstung zu finden. Dies gehört ebenfalls zu der Vorbereitung. Auf einer Strecke von 100 km können selbst kleinste Unbequemlichkeiten zu unangenehmen Schmerzen führen. Das gilt vor allem für die Füße. Einen Beitrag zu dem perfekten Schuh für eine 100km Wanderung findest Du deshalb auch schon auf dem Blog.

Wanderer in der Natur

Dieser Plan ist dafür ausgelegt, dass Du auch wirklich eine Chance hast die 100 km zu bestehen. Du bekommst beim MEGAMARSCH ab 40 km eine Urkunde, weil auch das eine riesige Leistung ist. Solltest Du Dich also für 40 km, 60 km oder 80 km vorbereiten, kannst Du die Trainingsumfänge dementsprechend reduzieren.

Der Plan

Ein Tipp vorweg: Wie viele Kilometer gehst Du im Alltag? Die Meisten bewegen sich viel zu wenig. Dadurch, dass Du im Alltag häufiger zu Fuß gehst, gewöhnst Du deinen Bewegungsapparat an diese Belastung. Gehe also lieber mal 3 km zu Fuß zum Einkaufen oder auch mal 5 km zur Arbeit. Das spart Trainings-Zeit, hält Dich fit und ist gesund.

 

Beginn des Trainings: am besten etwa 3 bis 6 Monate vor dem MEGAMARSCH

 

1. Trainings-Stufe: Wandern bis 25 km, Tempo ca. 5-6km/h mit, 1 bis 2 Pausen.

 

2. Trainings-Stufe: Wandern bis 35 km, Tempo ca. 5-6 km/h, 2 Pausen.

 

3. Trainings-Stufe: Wandern bis 50 km, Tempo ca. 5-6 km/h, 3 Pausen.

 

Optional:

 

4. Trainings-Stufe: Wandern bis 65 km, Tempo 5-6 km/h, 3 bis 4 Pausen.

 

5. Trainings-Stufe: Wandern bis 80 km, Tempo 5-6 km/h, 4 Pausen.

 

Warum optional?

Wanderungen von über 50 km Länge bedeuten einen größeren organisatorischen Aufwand und sind auch für den Körper eine große Anstrengung. Dementsprechend lange solltest Du danach auch regenerieren. Durch häufigeres Training und auch durch die Steigerung der Intensität, also durch höheres Tempo, kannst Du die Trainingsumfänge verkleinern. Wenn Du allerdings unbedingt über die 50 km hinaus trainieren willst, kannst Du das natürlich ausprobieren und schauen, wie das für Dich funktioniert.

Die richtige Pausenlänge finden

Grundsätzlich gilt: so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig. Die Länge der Pausen sollte zu Anfang bei etwa 20 Minuten liegen. Zum Ende der Trainingswanderung ist es von Vorteil die Pausenlänge zu verkürzen. 10 Minuten sind hierbei eine gute Länge, um die Muskeln kurzzeitig zu entspannen und den Körper nicht zu träge werden zu lassen. Nach einer längeren Pause wieder zu starten, kann Schwierigkeiten bereiten und es dauert wieder um in den richtigen Schritt-Rhythmus zu kommen. Für manche hat das schon zum Aus geführt.

Wandern in den Bergen

Wie häufig Du trainieren solltest

Zwischen den jeweiligen Trainingseinheiten sollten je nach Umfang 1 bis 3 Wochen liegen, damit der Körper genug Zeit hat, sich zu erholen. Massagen, Übungen mit der Faszien-Rolle, Dehnübungen und lockere Spaziergänge können Dir dabei helfen, schneller zu regenerieren. Je nach dem, wann Du mit dem Training anfängst, kannst Du entsprechend mehr von den Trainings-Märschen absolvieren.

Damit Du ausreichend vorbereitet bist, solltest Du ca. 4 x bis 25 km, 3 x bis 35 km und 2 x bis 50 km gewandert sein. Natürlich ist das auch abhängig davon wie fit Du bist und ob du sogar vielleicht noch andere Sportarten zur Vorbereitung nutzt.

Die Nachtwanderung

Bedenke, dass der MEGAMARSCH bis zu 24 Stunden lang dauert. Das heißt, dass Du zwangsläufig auch in der Nacht wandern musst. Die Nacht ist zusammen mit den letzten 10 km einer der kritischsten Phasen während des Megamarschs. Daher sollte eine der Trainingswanderungen in der Nacht stattfinden. Eine Nachtwanderung in die Vorbereitung für den MEGAMARSCH einzubauen ist auf jeden Fall für Alle sinnvoll, die noch nie durch die Nacht gewandert sind. 

 

Die Trainingsstrecke für die Nacht sollte zwischen 35 km und 50 km betragen, damit Du auch wirklich lange in der Nacht unterwegs bist. Es ist einfach wichtig schon im Vorfeld einmal die Nacht und natürlich auch die damit einhergehende Dunkelheit zu erleben. Durch die Dunkelheit gibt es wenig optische Ablenkung. Auch die Stille in der Nacht kann den Körper belasten. Man konzentriert sich in der Nacht, viel mehr als tagsüber, auf sich selbst und nimmt alles intensiver wahr. Das kann natürlich auch sehr spannend sein, ist aber dennoch eine Ausnahme-Situation und kann zu einem Verlust von Kraft, Motivation und Willensstärke führen. Auch der Müdigkeitsfaktor spielt in der Nacht eine große Rolle. Daher ist es wichtig durch einen Trainingsmarsch einschätzen zu lernen, was auf einen, besonders in der Nacht, zukommt.

Wandern in der Nacht

Tapering

Was ist Tapering überhaupt? Tapering ist eine Reduzierung des Trainingsumfanges vor einer großen Ausdauerbelastung. Das bedeutet, dass die Trainings-Umfänge etwa 2-3 Wochen vor dem Event herunter gefahren werden. So ist Dein Körper fit für den großen Tag.

 

Tapering ist für den MEGAMARSCH essentiell. Die Wanderungen sollten sich ab 2 Wochen vor dem Marsch auf höchstens 20 km belaufen, damit der Körper mobil und aktiv bleibt. Ganz wichtig ist es, den Körper kurz vor dem MEGAMARSCH nicht mehr zu überlasten.

Erzähle uns doch mal wie Deine MEGAMARSCH Vorbereitung aussieht? Und hast Du vielleicht noch hilfreiche Tipps für die anderen Teilnehmer?

 

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Kommentare: 24
  • #1

    Thomas Paschen (Freitag, 10 Februar 2017 17:42)

    Meinnächster "Megamarsch" ist die West Highlsnd Way in Schottland, mit ca. 150 km Länge�Vorbereitung ist ein einfaches kleines Workout zuhause, jeden Abend, für etwa 3 Monate vorher...dann, kurz vor dem Trip eine große Portion Haggis���dann klappt das schon�

  • #2

    Hillbilli (Montag, 13 Februar 2017 12:30)

    Ich komme vom Marathonlauf, jetzt mal 100km Marschierern.

    Nächste Megamarsch München

  • #3

    Olga (Dienstag, 20 Juni 2017 14:15)

    Ich bin die 100 km in Belgien gelaufen. Ich habe festgestellt, das Ziel zu erreichen ist Kopfsache!

  • #4

    Guido (Mittwoch, 31 Januar 2018 07:16)

    Vor 2 Wochen einen Marsch über 23km gemacht in 4:03h

    Gestern, am 30. Januar, einen Marsch über 34km, entlang des Elbdeich , gemacht innerhalb von 5:37h.... Späten Nachmittag angefangen und in die Dunkelheit rein.
    Die Füsse schmerzen und es haben sich Blasen an den Zehen entwickelt.

    Eine durchaus sehr anstrengende Belastung!!!!

    Die Füße brannten bereits unterwegs, was einen zum "durchbeißen" gezwungen hat.

    Die Erleichterung war groß, als man im "Ziel" ankam.

  • #5

    Rolf (Sonntag, 18 Februar 2018 11:17)

    Ich werde dieses Jahr meinen ersten Versuch bei den 100km von Rheinbach starten.
    Vor ein paar Jahren habe bereits Trekkingtouren durch die Eifel gemacht (40km/5,2 Std)
    Aktuell arbeite in im sogenannten Tote-Support bei Amazon. Ruhige Schichten
    bedeuten 25km, normale Schichten 30-32 km, immer mit Last.
    Q4 waren 40km in einer Schicht mein Rekord, mit Hubwagen zwischen 50 und 200 kg
    im Schlepptau.
    Ich werde wohl im Vorfeld nur eine Runde >60km zusätzlich versuchen.

  • #6

    Mario B. (Montag, 19 März 2018 15:16)

    Ich liebe Herausforderungen. Jedes Jahr suche ich mir mindestens eine neue. Was ich daran zusätzlich liebe ist die Vorbereitung. Schon Monate vorher sammle ich Infos und Daten. Vor allem bei denjenigen, die bereits erfolgreich gelaufen sind.

    Wir haben uns vor zwei Wochen eingeschrieben, jetzt sammle ich alle Informationen. Dann beginnt in einer Woche das Training.

    Ich erfrage:

    Gewicht des Rucksacks ingesamt
    Trinkblase oder Wasserflaschen
    Welche Schuhe
    Welche Socken
    Socken oder Schuhe wechseln?
    Hattest du Blasen, wenn ja wo?
    Wenn du Schmerzen hattest, welche und wo?
    Was hast du gegessen, wieviel hast du mitgenommen?
    Wei groß war deine Trinkblase.

    Ich neige dazu, dabei völlig auszuflippen. Ich kaufe mir dann eine komplette Ausrüstung.

    Ultralight-Rucksack
    Beschäftige mich tagelang mit Schuhen und kaufe sie dann
    Überlege, wie viel Wasser ich auf 25 km brauche und schwanke zwischen zwei und drei Liter Trinkblase.
    ich überlege welche Kohlenhydrate die besten sind und bin bei Haferflocken und Trockenfrüchte gelandet, während des Marsch und einem Ernährungsplan zwei Wochen VOR dem Marsch, sehr fleischhaltig und gute Kohlenhydrate und natürlich Eiweiß. Während des Marsch aber nur vegetarisch, bis vegan. Unbedingt vermeiden, will ich große Verdauungsarbeit.

    Ich weiß aus anderen Touren, dass meine Füße stark schwitzen, deshalb kam von Anfang an kein Goretex in Frage. Es musste ein Meshschuh sein, ähnlich meiner Laufschuhe, den Gel Nimbus (Asics), aber viel besser gepolstert, besserer Grip, besseres Abrollen beim Gehen. Da bin ich dann bei den Hoka Speedgoat 2 gelandet.

    Das Training beginnt jetzt, ein halbes Jahr vorher, mit knapp 26 km, die ich aber regelmäßig schon gehe und auch laufe. Deshalb, denke ich, werde ich sehr schnell auf 40 km steigern und die häufiger trainieren.

    Meine große Schwachstelle: die Nacht. Ich habe ein großes Problem mit Schlafmangel. Ich bin allerdings die Nacht schonmal durchgelaufen. Ich weiß aber auch, dass das hart war. Deshalb trainier ich Nachtwanderungen wohl etwas öfter.

    Um Blasen machen ich mir weniger Sorgen. Das gab es bei all meinen Wanderungen nicht und ich bin schon 25km mit 20kg auf dem Rücken gelaufen. Aber meine Knie, um die muss ich mich kümmern.

    Alle diese Hintergedanken stehen jetzt in Google Keep in einer Notiz und die werde ich mit den Erfahrungen der Trainings abgleichen, um mich bestmöglich auf den Marsch vorzubereiten. Ich will den Marsch schaffen. Das ist mein Ziel.

  • #7

    Rene (Mittwoch, 04 April 2018 12:39)

    Wenn ich die vorherigen Einträge lese frage ich mich wirklich ob es eine so gute Idee ist am Samstag den Marsch in Hamburg zu laufen.

    - Keinerlei Vorbereitung
    - Laufen empfinde ich grundsätzlich als extrem langweilig
    - Keine Erfahrungen im Bereich "lange Wanderungen" und oder. Marathonläufe

    40km bzw. 60km werden es mit Sicherheit werden können doch was kommt danach? Eine weiterhin sehr lange Strecke die ich dann natürlich auch unbedingt schaffen möchte. Mal sehen wie der Körper so reagiert.

    Ich denke ich werden den "Lauf" irgendwie mit der GoPro dokumentieren.

  • #8

    Kati (Mittwoch, 23 Mai 2018 21:12)

    Am Montag 40km gelaufen. Leider waren die letzten 7km eine Qual dank der Blasen an den Füßen. Der nächste Marsch ist in Planung. Diesmal 60km .

  • #9

    Christian (Mittwoch, 30 Mai 2018 08:00)

    Ich habe am letzten Wochenende den Mammutmarsch in Berlin mitgemacht und bin zum Glück sehr schnell und ohne größere Probleme im Ziel gewesen. Meine Wandervorbereitung war lediglich eine 55 km Tour auf der ich meine Ausrüstung getestet habe. Auf diesen beiden Wanderungen konnte ich aber schon einige wertvolle Erkenntnisse erlangen.

    Füße:
    Je leichter der Schuh desto besser. Trekkingstiefel funktionieren vielleicht auf 30 km aber bei richtig langen Kanten verflucht man jedes Gramm zu viel. Laufschuhe fürs Gelände waren die perfekte Lösung, da sie im Gegensatz zu „normalen“ Laufschuhen mehr Grip haben und insbesondere auf sandigem Boden weniger wegrutschen.

    Blasenprävention: Meine erste Wanderung war schmerzlich blasich. Daher habe ich mir auf Youtube ein Video angeschaut auf dem die ganze Fußsohle mit Sporttape aus der Apotheke abgeklebt wird und es selber ausprobiert. Das Ergebnis war wirklich top. Es gab lediglich eine Blase durch Sand im Schuh und ich konnte gut durchlaufen. Allerdings ist das Fußklima nicht so richtig toll.

    Ernährung:
    Ich habe viele Müsliriegel, Energiegels, Bananen, Stullen, Nüsse und anderes Zeug mitgehabt und dreiviertel davon wieder mitgebracht. Weniger ist mehr. Zu viel zu essen belastet den Magen und senkt die Leistung. Am besten fand ich kohlehydrathaltiges Isopulver für die Trinkflasche. Das war recht verträglich und gut zu dosieren. Außerdem war ich oft zu faul im Rucksack nach Nahrung zu kramen und habe lieber getrunken. An den Versorgungsstationen habe ich dann in Ruhe eine Stulle oder einen Riegel verdrückt.

    Ansonsten würde ich noch raten die Pausen auf 15 min zu begrenzen, da es insbesondere in der zweiten Hälfte immer schwerer fällt danach wieder in den Tritt zu kommen. Das waren jedes mal die unangenehmsten Kilometer.

  • #10

    Ronny Gleichmann (Samstag, 02 Juni 2018 20:27)

    Ich finde eure Tips sehr gut und sicher für 'Anfänger' auch eine wertvolle Hilfe die Belastungsgrenzen zu finden. Zwei Dinge aber. Ich denke, je öfter man 100km Wanderungen macht, um so öfter kann man darüber hinaus mehr seinen Körper belasten. Auch mal 2 100er hintereinander.. Es kann gehen. Und zum zweiten.. Ihr gebt Tips zur Pausenregelung. Bis zu 4 bei 50KM..warum macht ihr dann nur 4 bei 100KM..ist es da kein Wunder wenn so viele 'ausfallen'. Manche glauben einfach es gibt erst am VP eine Pause und überschätzen sich dann. Vielleicht mal bei den Ausschreibungen für die Märsche darauf hinweisen, dass jeder Teilnehmer auch selbst seine Pause machen sollte/kann außerhalb der offiziellen VP.

  • #11

    Christoph Boes (Mittwoch, 24 Oktober 2018 09:51)

    Ist es sinnvoll den 50 Km in Düsseldorf im nächsten Jahr als Training für den 100 Km in Köln zu machen?

  • #12

    Kalli (Sonntag, 11 November 2018 18:52)

    Ich bin vor einer 101 km Wanderung zweimal 15 km und einmal 29km gewandert.
    Ansonsten laufe ich 2x die Woche.
    Die Nacht war problemlos.
    Also alles halb so wild, allerdings Bedarf es dem Schuhwerk besonderer Aufmerksamkeit. Ich in mit Goretex Schuhen nicht klargekommen und trage jetzt vollleder Wanderschuhe. Meindl Ohio 2, Viel besseres Fussklima.
    Muss man ausprobieren .

    Viel Spaß bei den nächsten Wanderungen.

  • #13

    BURGA (Mittwoch, 30 Januar 2019 11:09)

    Ich bin schon ein paarmal knapp 50 km gewandert in unter 12 Std. - Letztes Jahr hab ich eine Hüttentour in den Alpen gemacht die über 5 Tage ging mit Strecken zwischen 15 und 20 km täglich (Berg hoch und runter) und auch schon eine 5 Tagestour im Elbsandstein-
    gebirge mit Etappen zwischen 18 und 25 km.
    Das ohne spezielle Vorbereitung.
    Wenn man sich im Alltag fit hält und öfter mal zu Fuss geht oder das Rad nimmt ist es gar nicht so schwer. Öfter mal die Gangart ändern und vom Gehen in das Laufen wechseln ..... und der Kopf muss wollen, das ist schon die halbe Miete � Dann die richtigen und gut sitzenden Schuhe/Wanderstiefel die schon lange vorher eingelaufen sind.

  • #14

    Schimmi (Mittwoch, 30 Januar 2019 14:33)

    Wirklich gute Ratschgläge!!! Ich versuche in diesem Jahr den ersten 100'er. Habe schon zwei 55'er unter 10 Std. gemacht, fand es am Ende aber schon ziemlich heftig. Werde auf jeden Fall mehr Pausen einlegen. Laufen werde ich in Adidas Terrex. Habe Mega Respekt, freue mich aber auch drauf!

  • #15

    Andres (Samstag, 23 Februar 2019 14:14)

    Hallo,

    genau die Tipps die ich gesucht habe. Bin einigermaßen aktiv, habe aber das Problem dass ich unregelmäßig Schmerzen in den Füßen habe, dass so weit gehen kann, dass im Extremfall laufen dann nicht mehr möglich ist- Wer mit Gicht/Polyarthritis zu tun hat kennt das. Ich weiß aus eigener Erfahrung dass Ernährung wichtig ist, und ich muss da auch noch etwas experimentieren. Mich interessiert vor allem ob andere das Problem von Schmerzen im Fußgewölbe auch kennen und ob der Körper sich mit Training etwas nach oben hin anpasst. Es muss ja nicht unbedingt was mit Gicht zu tun haben. Mein Ziel sind 60km mit relativ viel Höhenmetern.

  • #16

    Jan (Montag, 11 März 2019 20:00)

    Hallo,
    ich bin der Meinung, dass vor allem eine gute Grundkondition super wichtig ist. Ich gehe zweimal die Woche ca. 15 km joggen. Dadurch habe ich ein Level erreicht, dass ich aus dem Stand 40 km "problemlos" wandern kann. Anschließend steigere ich jede Woche die Distanz um 5 km. Somit bin ich nach wenigen Wochen bei 65 km angekommen. Dies ist die maximale Trainingsdistanz. Danach habe ich bisher jeden 100 km Marsch gemeistert. Meine Erfahrungen und meine Tipps habe ich in einer Serie auf meinem Blog zusammengefasst (https://www.wander-ausstattung.de/trainingsplan-marsch/).
    Viele Grüße, Jan

  • #17

    Martin (Montag, 01 April 2019 10:22)

    Öhm, also ich hab mich jetzt gar nicht vorbereitet. Muß so gehen. Nur halt mal langsam überlegen, was ich mitnehmen muß.

  • #18

    LEx (Freitag, 05 April 2019 11:03)

    Bin auch nicht vorbereitet. Ich denke ordentliche Laufschuhen vorausgesetzt kann man ordentlich etwas reißen, solange der Kopf mitspielt und man keine Schmerzen, oder Blasen hat. Blasenpflaster bringen einen vermutlich auch nur 10km/2h weiter. Wenn man zu früh welche bekommt, ist das Ende vermutlich eh nahe.
    Ich freue mich bereits jetzt schon auf die Pros, die von oben bis unten mit Profi Wander/Funktionskleindung mit Blinklichtern und Stirnlampen unterwegs sind und 5€ Riegel futtern :)

    Ich wünsche alle viel Erfolg und viele Kilometer hinter sich zu bringen!

  • #19

    Nina (Freitag, 12 April 2019 10:28)

    Hallo Freunde des Marsches,

    ich bin bewusst sehr blauäugig an den Marsch gegangen. Ich habe vorher einmal 43 Kilometer auf reinem Asphalt gemacht in normalen und leicht durchgelaufenen Turnschuhen -> so konnte ich für mich sehr gut erkennen wo meine Schwachstellen im Fußgewölbe liegen. Um die Fußmuskulatur zu stärken habe ich dann gezielt mit MiniBands gearbeitet.

    Ich habe einen überwiegend gehenden und stehenden Beruf, ebenfalls kenne ich eine berufliche Schicht von 24 Stunden in denen ich das Bett nicht sehen - das war ein weiterer Pluspunkt auf meiner Liste.

    Ich bin bewusst vorher noch wesentlich mehr zu Fuß gegangen. Für eine Strecke von 20km habe ich mir dann einfach 4kg Hanteln (anfänglich nur 2kg über 3kg) in meinen Rucksack gelegt um Rücken an die Belastung zu gewöhnen und möglichen Krämpfen/Verspannungen vorzubeugen. Da habe ich auch den Rucksack genommen den ich zum Marsch ins Auge gefasst habe.

    Ich bin als Einzelstarterin gestartet und bin konstant MEIN Tempo gegangen... Ich habe mich bewusst nicht mitziehen lassen, sondern bin äußerst rechts gegangen um locker überholt werden zu können... Durch das konstante Tempo konnte ich dann allerdings auch einige Wanderer überholen. Zwischendurch traf ich wirklich sehr nette und lustige Menschen, das hat einfach Spaß gemacht!

    Sehr motivierend fang ich die blickenden Lichter an den Rucksäcken. Ich selber habe unterwegs ein Knicklicht geschenkt bekommen, das hat mich sehr gefreut.

    Zwischendurch habe ich eine GANZ LEICHTE und weiche Form des Lauf-ABC‘s gemacht, einfach für eine andere Bewegung (auf keinen Fall empfehle ich hartes Dehnen unterwegs, dieses könnte die Muskulatur verletzen!).
    In meinem Rucksack hatte ich noch einen Faszienball mit dem ich ohnehin viel arbeite... Bei diesem Marsch habe ich ihn nicht benötigt, würde ihn aber jederzeit wieder mitnehmen.

    Ich bin mit einer Lampe gewandert welche ich mir um den Oberkörper geschnallt habe, so hatte ich die Hände frei und keinen Druck am Kopf.

    An den VPS habe ich mir lediglich Wasser aufgefüllt und bin direkt weiter. Ich habe mir Proteinriegel in kleine Häppchen geschnitten und diese unterwegs gegessen. Bei VSP 80 habe ich mir allerdings eine 3-minütige Pause gegönnt und eine Cola getrunken, das hat mir echt geholfen und mir nochmal (kurzfristig, aber immerhin ne Stunde, Energie gegeben). Auf Ballaststoffe jeglicher Art habe ich vorher und während verzichtet, mir liegt es einfach zu schwer im Magen.

    Unterwegs (ca. KM 48) traf ich auf einen Wanderer mit den ich zusammen bis KM 98 gegangen bin, da habe ich ihn ziehen lassen müssen weil ich etwas langsamer wurde! Auch der Anschluss und das wortlose verstehen mit einem Fremden hat mir sehr geholfen.

    Ich bin in meinen NewBalance 860 gegangen, hatte auch Blasen, konnte diese aber gut durch das Nachschnüren der Schuhe regulieren. Dieser Schuh ist eigentlich ein Laufschuh und bestechend leicht, wenn auch stabil. Als Socken habe ich meine Rennrad Socken von LufSox angezogen, etwas gepolstert und atmungsaktiv. An den Unterschenkeln habe ich Stulpen von CEP getragen. Ich hatte unterwegs nicht einen einzigen Krampf zu verzeichnen.
    Am Oberkörper trug ich einen Sport-BH, ein atmungsaktives Shirt ohne Ärmel, ein atmungsaktives Shirt mit Ärmeln und direkt 4KM nach Start habe ich mir meinen Pulli angezogen. Es war zwar warm, aber der Köper kühlt doch schnell aus wenn er schwitzt und ich wollte mir nicht da schon die Kälte einfangen...
    Mein handelsüblicher (etwas dickerer) Pulli hatte eine Kapuze und eine Tasche vorne. Das kann ich sehr empfehlen! So hat man die Möglichkeit bequem seine Uhr oder sein Handy aufzuladen.

    Am Ende kam ich nach 19:36:31 Std. ins Ziel und war einfach nur froh es endlich geschafft zu haben. Die letzten 2 Kilometer waren die Hölle.

  • #20

    Ginibini (Freitag, 07 Juni 2019 10:16)

    Ichmache es so wie empfohlen und steige gern mal eine Bahnstation früher aus. Das sind im Schnitt 7-10km.
    Ich habe allersings noch fast ein Jahr Zeit zum trainieren und ich bereite mich auch nur auf den 50km Marsch vor. In der Vergangenheit bin ichschon 20km auf Zeit mit 10kg Gepäck marschiert, ich weiß also in etwa, was auf mich zu kommt. Freue mich schon!!!

  • #21

    Mark (Samstag, 13 Juli 2019 18:51)

    Hi,
    Klingt aufregend.

    Wo findet man die passenden Touren?

  • #22

    Megamarsch (Sonntag, 14 Juli 2019 09:20)

    Hallo Mark,

    In unseren anderen Blogbeiträgen findest Du - je nachdem, wo Du herkommst und wo Du wandern möchtest - einige Vorschläge für Trainingswanderungen.

    Sportliche Grüße
    Dein Team Megamarsch

  • #23

    Markus (Samstag, 27 Juli 2019 23:25)

    Bin in den letzten 6 Wochen 40 30 60 40 gelaufen. Schuhe sind wichtig !!!!! Trinken und Essen nicht vergessen!! Trinken bevor man Durst hat, Essen bevor man Hunger hat. Am fuß ist eine "heiße Stelle?? Blase am entstehen, oder schon da. Sofort Blasenpflaster drauf , abkleben. Ansonsten die Schuhe nie ausziehen, insbesondere in den Pausen! Ablenken (Podcast, Radio, sich unterhalten)
    Nicht mit der Einstellung "mal schauen wie weit ich komme" ran gehen, sondern 100 schaffen wollen!!
    Natürlich trotzdem auf den Körper hören. Wenn es tatsächlich nicht mehr geht, also starke Knieschmerzen zB, dann aufhören!

  • #24

    Daniela (Donnerstag, 05 September 2019 17:16)

    Hallo zusammen, glaub ich bin hier ein absoluter Neuling was ich so aus dem Forum raus lesen kann...ich bin zum 3. Mal in Folge beim Karwendelmarsch im schönen Tirol (Ende August immer) mit dabei gewesen...Allerdings immer nur als Zuschauer und seelischer Beistand für meinen Vater (60 Jahre) der jedesmal die 52km unter 10h gelaufen ist. Schon beim ersten mal habe ich gesagt, ich will das unbedingt auch mal erleben...Heuer meine ich, ich sollte mich anmelden, allerdings würde ich erstmal "nur" die 35km in Angriff nehmen. Da ich bis auf Hobby Wandern, 3x die Woche Kraftraining und Ausdauer trainiere, keinerlei Erfahrung im Trail bzw. Marsch habe...Wäre ich schon unheimlich stolz auf mich, wenn ich die 35km in der angegebenen Zeit (8h) schaffe...Zu meinen Fragen nun...
    Wie kann ich mich nun am Besten auf so einen Marsch vorbereiten?
    Welche Schuhe empfiehlt ihr mir (es geht rauf und runter, Schotterweg)
    Kann ich mich überhaupt trauen mit einem Arthrose Knie zu meinen, das ich da mitlaufen könnte...Runter laufen ist für mich eigentlich eine Qual...1h bergab und ich spüre seitliches stechen (ist aber kein Meniscus, war beim MRT)....Die Arthrose merk ich erst wenn das Knie in der Ruhe Phase ist, also wenn es vorbei ist...Ich weiss, nicht gerade die Besten Voraussetzungen, aber ich will es so sehr mal erleben, über meine Grenzen zu gehen, am Limit zu wandern...
    Danke euch schon mal für euer Feedback und persönliche Meinung...